Der Traum eines jeden Autoliebhabers: Khadem al-Qubaisi, ehemaliger Präsident der Zürcher Falcon Bank und Leiter des emiratischen Staatsfonds IPIC, hat eine ganze Flotte an Luxusautos in seiner Garage stehen. Doch seinen Schatz im Wert von insgesamt 45 Millionen Franken muss der Unternehmer nun abgeben.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen Khadem al-Qubaisi wegen Verdachts auf Korruption und Geldwäsche. Ein Schweizer Gericht hat nun die Beschlagnahmung seiner Luxusautos, darunter Ferraris, Lamborghinis und Bugattis, eingeleitet. Während elf der teuren Wagen des Geschäftsmanns aus den Vereinigten Arabischen Emiraten bereits in einer Garage in Genf gefunden worden sind, fehlt von den restlichen 50 Autos noch jede Spur, wie der "Tagesanzeiger" berichtet. Die bisher aufgefundenen Fahrzeuge haben "nur" einen Wert von 2,17 Millionen Franken.

Weitere Autos in München gefunden

Die Bundesanwaltschaft ist bereits einem weiteren Teil der Flotte aus Super- und Hypercars auf der Spur. In einer Garage eines Münchner Autohändlers sollen sich weitere Exemplare befinden. Ein Rechtshilfeersuchen bei den Behörden in Deutschland blieb jedoch bisher erfolglos.

Al-Qubaisi soll zu den zentralen Figuren des "1MDB"-Fall gehören, bei dem Milliarden aus dem malaysischen Staatsfonds "1Malaysia Development Berhad" abgezogen wurden. Der Skandal wurde 2015 aufgedeckt. Der Unternehmer soll bei den illegalen Geschäften geholfen und dafür mit 472 Millionen Dollar belohnt worden sein.

Al-Qubaisi ist bereits in Haft

Im Zuge der Ermittlungen wird ein Teil seiner Vermögenswerte beschlagnahmt, darunter auch Immobilien. Seit 2016 sitzt al-Qubaisi im Gefängnis Al Wathba in Abu Dhabi. Dort wurde er laut der US-Zeitung "The Wall Street Journal" zu 15 Jahren Haft verurteilt. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN