Eine "versuchte Flucht" im Zug kommt eine Schülerin möglicherweise teuer zu stehen. Sie hatte kein Billett und wurde dafür gebüsst. Doch der Transportpolizei genügt das nicht.

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Eine Zugfahrt nach Luzern wird für eine 19-jährige Schülerin teuer – und das gleich zweimal, wie "zentralplus" berichtet. Da sie zuvor vergessen hatte ein Billett für die Fahrt zu lösen und von der Transportpolizei kontrolliert wurde, muss sie 100 Franken Busse zahlen. Das ist soweit nicht ungewöhnlich. Schliesslich wird Schwarzfahren mit eben dieser Summe geahndet.

"Ich habe mich klar gewehrt"

Doch weil die Kontrolleurin ausserdem eine "versuchte Flucht" gesehen haben will, gibt es nochmal 100 Franken obendrauf. Die Lehrerin, die ihren Schützling begleitete, ist empört: "Die Kontrolleurin sagte, wir seien vor ihr geflohen", sagt die Lehrerin "zentralplus". "Ich habe mich klar gewehrt, weil das nicht den Tatsachen entspricht."

Die Lehrerin schildert, dass sie in einem normalen Tempo vom 1.-Klasse- zum 2.-Klasse-Waggon gegangen seien und gar das Zugpersonal und die Transportpolizei gegrüsst hätten. Die SBB widerspricht: Die beiden Frauen hätten sich über drei Wagen entfernt, obwohl genügend leere Abteile mit Sitzplätzen vorhanden gewesen seien.

Nun steht Aussage gegen Aussage. Die Lehrerin hat bei der SBB Rekurs eingelegt, bis jetzt allerdings ohne Erfolg. (kms)  © 1&1 Mail & Media / SN