Beim nächtlichen Schwimmen hat ein Biber in der Aare bei Biel einen Schwimmer gebissen. Der Mann liess sich anschliessend im Spital kontrollieren. Zu einem ähnlichen Vorfall ist es im Kanton Bern noch nie gekommen.

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Im Nidau-Büren-Kanal in der Nähe von Biel wurde ein nächtlicher Schwimmer von einem Biber in den Rücken gebissen. Das berichtet das "Bieler Tagblatt" laut "blick.ch".

Schatten entpuppt sich als Biber

Gegen 22:30 Uhr habe sich der Mann im Wasser treiben lassen. Nachdem er zunächst nur einen Schatten bemerkt hatte, der sich jedoch wieder entfernte, wurde er von einem plötzlichen Schmerz überrascht. Ein Biber hatte ihn tief in den Rücken gebissen.

Im Spitalzentrum Biel erhielt der Schwimmer eine Tetanusspritze und Antibiotika gegen eine mögliche Infektion. Genäht werden musste die einen Zentimeter tiefe Wunde jedoch nicht.

Biber-Angriffe extrem selten

Dies sei erst der dritte in der Schweiz je registrierte Biberbiss an einem Menschen – im Jahr 2017 hatten sich zwei solcher Vorfälle in Schaffhausen ereignet. "Dass ein Mensch von einem Biber gebissen worden ist, ist im ganzen Kanton Bern noch nie vorgekommen", sagt Wildhüter Daniel Trachsel.

Laut Trachsel greifen Biber grundsätzlich keine Menschen an. Er gehe davon aus, dass das Tier den Schwimmer nicht als Menschen erkannt habe und sein Revier gegen einen anderen Biber verteidigen wollte. Vielleicht habe er auch seine Jungtiere vor einem Angriff schützen wollen.

Aggressiv sei der Biber laut Trachsel nicht. "Es handelt sich hierbei um einen unglücklichen Zufall", erklärt er.

So verhält man sich richtig

Da Biber nachtaktiv seien und ihren Bau meist erst im Dunkeln verlassen, solle man nachts nicht in Biber-Revieren schwimmen, lautet der Rat des Wildhüters. Wenn man dennoch die nächtliche Abkühlung suche, solle man richtig schwimmen, anstatt sich nur treiben zu lassen.

Sollte man tatsächlich einen Biber zu Gesicht bekommen, sollte man laut mit ihm sprechen. Denn die Tiere hören sehr gut. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN

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