In Polen und der Slowakei haben Unwetter zahlreiche Opfer gefordert. Im Tatra-Gebirge traf ein Blitz offenbar zunächst ein Gipfelkreuz, dann setzte eine Kettenreaktion ein.

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Bei einem heftigen Gewitter im Tatra-Gebirge sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. Mehr als 100 weitere Menschen hätten am Donnerstag während des unerwarteten Unwetters in Polen und der Slowakei Verletzungen erlitten, teilten Rettungskräfte mit. Viele der Verletzten seien per Hubschrauber geborgen worden, einige auf die Intensivstation eingeliefert worden.

Die meisten Opfer gab es auf polnischer Seite des Gebirges, ein Toter wurde aus der Slowakei gemeldet. Er sei aufgrund der Druckwelle mehrere Hundert Meter in die Tiefe gestürzt, so die Bergwacht.

Premierminister reist in Krisengebiet

Zunächst war von 20 Verletzten die Rede gewesen, später erklärte der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki, dass es fünfmal so viele Verletzte gegeben habe. Der Politiker reiste selbst in das Unfallgebiet.

Die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete, ein Blitz sei in eine Kette eingeschlagen, die auf den letzten Metern beim Aufstieg auf den Berg Giewont helfen sollte. Ausserdem hatten polnische Medien berichtet, dass ein Blitz in ein grosses Metallkreuz auf dem Gipfel des Giewont gefahren sei.

Die genauen Umstände sind noch nicht restlos geklärt, PAP zitiert den Chef der polnischen Bergrettung, Jan Krzysztof, aber so: "Nachdem der Blitz einschlug, sind die Menschen umgefallen. Die Spannung wurde dann in die Ketten weitergeleitet, die den Aufstieg sichern sollen. Es sieht nicht gut aus." In dem nahe gelegenen Wintersportzentrum Zakopane habe sich zu diesem Zeitpunkt eine grosse Touristengruppe aufgehalten.

Der Wetterumschwung war den Medienberichten zufolge plötzlich gekommen, sodass das Gewitter zahlreiche Touristen im Tatra-Gebirge überraschte. Jedes Jahr besuchen Hunderttausende Urlauber das Gebiet, im Sommer zum Bergsteigen und im Winter zum Skifahren.  © SPIEGEL ONLINE

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