Die bislang friedliche Koexistenz von Hells Angels und Bandidos ist vorbei. Am Samstag vergangener Woche gingen Mitglieder beider Motorrad- und Rockerklubs erstmals mit Waffen aufeinander los. Ein Schütze sitzt nun in Untersuchungshaft.

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Seit 1970 ist die Schweiz Territorium der Hells Angels. Andere Rockerklubs, die sich nicht unterordnen, gelten als Feind. So auch die Bandidos. Am Samstag vergangener Woche kam es auf Schweizer Boden erstmals zu gewaltsamen Auseinandersetzungen.

Was war passiert?

Wie der "Blick" berichtet, seien Mitglieder des Bandidos MC zu einer Töff-Frühjahrsausstellung nach Sugiez im Kanton Freiburg gefahren. Mitglieder der Broncos, einem der Hells Angels untergeordneten Klubs, seien an dem Tag ebenfalls dort gewesen. Augenzeugen zufolge sei das Aufeinandertreffen der Rivalen jedoch friedlich abgelaufen.

Die Auseinandersetzung folgte erst später im rund 50 Kilometer entfernten Belp im Kanton Bern. Dort hätten sich die Bandidos, etwa 20 Mann an der Zahl, in einem Lokal getroffen.

Mit Messern, Eisenstangen und Pistole

Allzu lange unter sich sollen die Mitglieder des Bandidos MC nicht geblieben sein. Wie es in dem Bericht der Zeitung heisst, seien um kurz vor 18 Uhr Broncos vor dem Lokal erschienen, gefolgt von einem Hells-Angels-Anhänger in einem Pick-up.

Mindestens 35 Personen sollen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen sein. Manche von ihnen hätten Messer, ­Eisenstangen und Holzlatten als Waffen benutzt. Ein 35-jähriges Bandidos-Mitglied soll mit einer Pistole auf den Pick-up gefeuert und einem der Insassen in den Bauch geschossen haben.

Gegen ihn wird nun ermittelt, er sitzt in Untersuchungshaft. Insgesamt fünf Personen mussten nach der gewaltsamen Auseinandersetzung ins Spital. (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN