Am Montagmorgen wurden auf Bahnanlagen in mehreren Bundesländern Brandanschläge verübt. Nun ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht, das von der Polizei untersucht wird.

Die Berliner Polizei geht nach den Brandanschlägen auf Bahnanlagen einem möglichen Bekennerschreiben nach, das auf der Internetplattform "linksunten.indymedia.org" aufgetaucht ist.

Das Schreiben sei bei der Berliner Polizei bekannt und werde jetzt geprüft, sagte ein Sprecher am Montag.


Aus Sicherheitskreisen hiess es, das mutmassliche Bekennerschreiben passe ins "Raster". Allerdings sei es noch zu früh zu sagen, ob dies tatsächlich authentisch sei.

Indymedia versteht sich als offene Plattform zur freien Verbreitung von Informationen. In der Vergangenheit waren dort im Zusammenhang mit Bekennerschreiben zu Straftaten auch Fälschungen aufgetaucht.

Brandanschläge in mehreren Bundesländern

Am Montagmorgen waren auf Bahnanlagen in mehreren Bundesländern Brandanschläge verübt worden. Es kam zu Verspätungen und Zugausfällen.

Der Zugverkehr ist weiterhin stellenweise eingeschränkt. Betroffen waren am Montagmittag nach Angaben der Deutschen Bahn die Strecken Hamburg–Lübeck, Köln–Dortmund, die Berliner S-Bahn und der Raum Leipzig/Dresden. Auf der ebenfalls betroffenen internationalen Strecke Berlin-Prag fuhren die Züge am Montagvormittag wieder, wie eine Bahnsprecherin in Leipzig sagte. Reisende sollten sich vor Reiseantritt über die aktuelle Lage informieren.

Polizei schliesst politisch motivierten Hintergrund nicht aus

Die Bundespolizei schliesst einen politisch motivierten Hintergrund nicht aus.

Anfang Juli treffen sich die Staats- und Regierungschefs aus den führenden Industrie- und Schwellenländern sowie Vertreter der EU in Hamburg.

Generell sei ein Zusammenhang zwischen den Angriffen und linken Protesten gegen den G20-Gipfel möglich, hiess es aus den Sicherheitskreisen.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte in Berlin, es sei noch zu früh für Aussagen, ob es einen Zusammenhang zwischen den Angriffen und dem bevorstehenden G20-Gipfel gebe.© dpa

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