Im Kanton Freiburg wurde vor wenigen Tagen ein toter Goldschakal am Strassenrand gefunden. Das Tier ist überwiegend im Balkan beheimatet, wird jedoch vermehrt auch im Rest Europas gesichtet. Als einer der Gründe gilt, dass die natürlichen Feinde der Schakale weniger werden.

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Auf der Kantonsstrasse zwischen Galmiz und Sugiez wurde ein Goldschakal überfahren. Der Wildhüter brachte den Kadaver ins Tierspital Bern, wo durch eine Autopsie der Tod durch Verkehrsunfall bestätigt wurde. Das berichtet die Landwirtschaftsdirektion Freiburg.

Der erste Goldschakal in der Schweiz wurde im Jahr 2011 nachweislich auf Fotos festgehalten, wie Florian Kunz von der Raubtierfachstelle Kora "20 Minuten" erklärte. Noch sind die Tiere, dessen Kernverbreitungsgebiet im Balkan liegt, ein seltener Anblick in der Schweiz. Dies könnte sich aber zunehmend ändern.

Goldschakal profitiert von Ausrottung des Wolfs

Immer öfter wird der Schakal, der einem mittelgrossen Hund mit dickem Fell ähnelt, auch im Norden und Westen Europas beobachtet. Insbesondere junge Männchen könnten weite Strecken und viele hundert Kilometer zurücklegen, erklärte Kunz. Hätten sie dann ein passendes Territorium und ein Weibchen gefunden, könnten sie sich auch als Rudel niederlassen. Weibliche Goldschakale wurden allerdings bisher in der Schweiz noch nicht gesichtet.

Die rasche Ausbreitung des Goldschakals sei unter anderem auf den Wolf zurückzuführen, erklärte der Experte. Dieser gehöre zu den wenigen natürlichen Feinden des Goldschakals. "Der Wolf wurde in weiten Teilen Europas ausgerottet, wovon der Goldschakal profitierte", so Kunz.

Keine Gefahr für den Menschen

Für den Menschen bestehe keine Gefahr. Bei Beutetieren von Goldschakalen handle es sich vor allem um kleine Säugetiere oder Vögel. Von grösseren Tieren ernähre sich der Schakal meist nur als Aasfresser, erklärte Kunz. "Und je nach Saison und Region nehmen sie auch pflanzliche Nahrung zu sich." (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN

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