Das Bundeshaus in Bern soll gegen Terroranschläge durch Lkws abgesichert werden. Zwischen dem Parlamentsgebäude und dem Bundeshaus sollen deswegen Poller errichtet werden.

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Erst jetzt wurde bekannt, dass die Verwaltungsdelegation des Parlaments bereits im November 2018 den Auftrag erteilt hat, ein Schutzkonzept für den Haupteingang des Berner Bundeshauses zu erstellen. Das berichtet der "Tages Anzeiger".

Schon im Juli 2016 hatten einige Nationalräte dazu aufgerufen, das Parlamentsgebäude gegen Lkw-Anschläge zu schützen. Zuvor war am 14. Juli 2016 in Nizza ein islamistischer Attentäter mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge gerast und hatte 86 Menschen getötet.

Bundeshaus in Bern bietet kaum Schutz

Das Bundeshaus Bern ist gegen solche Angriffe weitgehend ungeschützt. Von der Bundesgasse wenige Meter vor dem Gebäude aus können Fahrzeuge ohne Hindernis auf das Bundeshaus zusteuern.

Da die Eingangstüren aus Holz und Glas bestehen, könnte ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen durch das Portal in die ebenerdige Eingangshalle rasen. Die Bombe würde dann direkt unter dem Ständeratssaal gezündet.

Neues Schutzkonzept mit Stein-Pollern

Nun sollen rund ein Dutzend Poller aus Stein für mehr Sicherheit sorgen, wie "SRF.ch" berichtet. Dies habe die Verwaltungsdelegation des Parlaments auf Anraten des Bundesamts für Polizei (Fedpol) entschieden.

Im Bundeshaus würden sich laut Fedpol-Sprecher Florian Näf "immer mehr völkerrechtlich geschützte Personen wie Staatspräsidenten aufhalten, und auch immer mehr Besucher." In den letzten zehn Jahren haben sich die Besucherzahlen auf etwa 100.000 verdoppelt.

Die Bauarbeiten könnten im Frühling 2020 beginnen. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN

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