Der öffentliche Verkehr ist eng getaktet. Da fehlt den Bus-Chauffeuren während der Arbeitszeit oft sogar die Zeit für einen Toilettenbesuch.

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Sind Bus-Chauffeure widrigen Arbeitsbedingungen ausgesetzt? Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals schlägt jedenfalls Alarm. Vor allem in Genf sei die Lage prekär.

Rund 15 Buslinien gibt es in der Stadt, die einem strikten Zeitplan folgen. Oft schaffen es die Chauffeure daher nicht, während ihrer Arbeitszeit sanitäre Anlagen aufzusuchen.

Mangel an WCs?

"Jeder tut, was er kann", sagt Chauffeur Eric Marie, wie "20 Minuten" berichtet. Einige Kollegen erleichtern sich zuweilen im Gebüsch oder gar in eine Flasche, erzählt er. An den Endhaltestellen seien zudem nicht immer WCs vorhanden.

An der Endhaltestelle in Lancy befindet sich die nächste Toilette in einem Einkaufszentrum, doch nach Ladenschluss ist diese geschlossen.

"Am anderen Ende einer dieser Linien müssen wir die Toilette einer Bar benutzen. Das ist aber peinlich und ich kaufe mir jedes Mal extra einen Kaffee. Das wird mit der Zeit teuer", berichtet Eric Marie weiter.

Sicherheit der Passagiere gefährdet?

Der Toiletten-Mangel könne sich laut der Gewerkschaft auf die Sicherheit der Passagiere auswirken. Etliche Mitarbeiter würden es vermeiden, während ihrer Schicht zu trinken oder zu essen. Das wiederum könne Dehydrierung und Konzentrationsverlust nach sich ziehen. (cam)  © 1&1 Mail & Media / SN