• Verkehrspsychologen schlagen Alarm: Der angestaute Lockdown-Stress entlädt sich vielerorts auf den Strassen.
  • Denn Autofahren sei für viele eine Möglichkeit, "mal wieder Dampf abzulassen".

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Schon im ersten Lockdown im März 2020 registrierte die Schweizer Polizei überdurchschnittlich viele Raser-Fälle. Verkehrspsychologen sehen nun einen direkten Zusammenhang zwischen Pandemie und Delikten im Strassenverkehr. Waren im ersten Lockdown noch die leeren Strassen der Grund für das flotte Fahren, so führt nun der Gemütszustand im zweiten Lockdown bei vielen Lenkern zum Rasen.

"Ich hatte einige Raser-Fälle in den letzten Monaten, wo mir als Grund dafür unter anderem die Corona-Pandemie und deren Folgen genannt wurde", erklärt Verkehrspsychologe Michi Vögtli "20min.ch". Verkehrssünder hätten ihm berichtet, dass Autofahren für sie während des Lockdowns die einzige Möglichkeit war, "mal wieder Dampf abzulassen". Da hätte oft schon ein Stau für überkochende Emotionen gesorgt.

Erster Lockdown führte zu mehr Bussen im Strassenverkehr

Sein Kollege Patrick Müller ergänzt: "Wer während der Autofahrt dauernd an seinen Sorgen und Problemen rumstudiert, neigt dazu, in gefährlichen Situationen nicht aufmerksam zu sein und deshalb nicht schnell genug reagieren zu können."

Die Thesen der Psychologen werden auch durch Zahlen gestützt. Christoph Gnägi, Sprecher der Kantonpolizei Bern sagte "20min.ch": "Während dem ersten Lockdown im März wurde das Tempolimit von den gebüssten Autofahrern viel deutlicher überschritten als in anderen Monaten." Wer also das Gefühl hat, eine kürzere Zündschnur als sonst zu haben, sollte das Auto lieber stehen lassen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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