Italien riegelt mittlerweile erste Städte ab, das Coronavirus greift weiter um sich. Die Angst vor der Krankheit hat in einer Dentalklinik in Zürich für Aufruhr gesorgt. Eine Patientin wurde kurzerhand nach Hause geschickt, nachdem sie erzählt hatte, Anfang Februar aus Hongkong eingereist zu sein.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Am Mittwoch hatte eine Patientin in einer Zürcher Dentalklinik berichtet, kürzlich aus Hongkong eingereist zu sein. Diese Tatsache und ihr häufiges Husten brachten die Dentalhygienikerin dazu, Coronavirus bei ihr zu vermuten.

Der Auslöser: Ein Bärchen-Anhänger

Ein grosser, brauner Bärenanhänger, der an der Tasche der Patientin befestigt war, brachte laut "Tages Anzeiger" die Sache ins Rollen. Auf die Frage, wo sie den Anhänger gekauft habe, antwortete die Patientin, sie lebe die Hälfte des Jahres in Hongkong. Weiter erzählte sie, am 1. Februar in die Schweiz eingereist zu sein.

Nicht nur das machte die Dentalhygienikerin offenbar stutzig, sondern auch das Husten der Frau. Wegen ihres Verdachts auf das Coronavirus schickte sie die Patientin nach Hause - mit der Begründung, keine Mundschutze mehr vorrätig zu haben.

Die Patientin ist verärgert

Ihrem Ärger über die abgesagte Behandlung machte die Patientin später im Interview mit dem "Tages Anzeiger" Luft. "Man behandelt mich in der Schweiz wie eine Aussätzige", sagte die gebürtige Amerikanerin und erklärte: "Wegen des kalten Wetters und meines Asthmas war ich etwas atemlos und habe vielleicht einmal gehustet."

Die Praxis räumte mittlerweile ein, genug Schutzmasken zu haben. Man habe jedoch im Sinne der Patientin gehandelt. Ihre allgemeine, gesundheitliche Verfassung sei nicht optimal gewesen, um eine einstündige Dentalhygiene durchzuführen. (sob)  © 1&1 Mail & Media / SN