Auf einer Pressekonferenz brachte der Bund die Öffentlichkeit bezüglich des Coronavirus auf den aktuellen Stand. In der Nacht auf Sonntag könnten festsitzende Schweizer in Zusammenarbeit mit Frankreich aus China ausgeflogen werden.

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Frankreich wird in der Nacht auf Sonntag möglicherweise Schweizer Staatsangehörige, die im chinesischen Wuhan festsitzen, ausfliegen. Im Rahmen einer Pressekonferenz brachte der Bund die Öffentlichkeit bezüglich des Coronavirus auf den aktuellen Stand.

Bereits für Freitagabend war den Betroffenen in einem Schreiben des Aussendedepartement EDA, das dem Nachrichten-Portal "20minuten.ch" vorliegt, eine Ausflugmöglichkeit nach Frankreich angekündigt worden. Ausreisewillige wurden darin gebeten, sich am Nachmittag beim französischen Konsulat einzufinden.

Erster Rückflugtermin verschoben

Aus dem Vorhaben wurde allerdings vorerst nichts, wie Studentin Fabienne Blaser berichtete. "Das EDA teilte mir dann leider mit, dass der Rückflug aus Formalitätsgründen verschoben werde. Möglicherweise könne ich am Samstag ausfliegen", erklärte die 27-Jährige.

Im Rahmen einer Pressekonferenz sagte Hans-Peter Lenz vom Aussendepartement (EDA), es sei noch offen, wann der Flug stattfinden werde. Es handele sich allerdings um einen glücklichen Umstand, dass Frankreich bereit sei, Schweizer Staatsangehörige mitzunehmen.

Keine Anzeichen für eine Infektion

Die Botschaft befindet sich Lenz zufolge mit allen zehn Schweizern in Kontakt, die sich in der betroffenen Provinz in China befinden. Bisher seien alle von ihnen gesund, Anzeichen für eine Infektion mit dem Coronavirus gäbe es keine.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rief gerade den internationalen Notstand aus. Pascal Strupler, Direktor des Bundesamts für Gesundheit (BAG), begrüsste diese Entscheidung. Sie festige die internationale Zusammenarbeit, sagte er.

Anders als im Nachbarland Deutschland gibt es dem BAG zufolge bisher keinen bestätigten Fall des Coronavirus in der Schweiz. (wag)  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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