In der Schweizer Armee wurde erstmals eine Person positiv auf das Coronavirus getestet. In der Kaserne in Wangen an der Aare muss nun zu ungewöhnlichen Massnahmen gegriffen werden.

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Bei der Schweizer Armee ist ein erster Coronavirus-Fall gemeldet worden. Wie Armeesprecher Daniel Reist laut "20min.ch" am Dienstag bestätigt, hielt sich der Mann auf dem Waffenplatz in Wangen an der Aare im Kanton Bern auf. Inzwischen wurde der Erkrankte unter Quarantäne gestellt.

Der mit dem Coronavirus Infizierte hatte sich das Zimmer mit drei weiteren Personen geteilt. Auch sie wurden umgehend isoliert. Alle anderen, die tagsüber mit dem Mann in Kontakt waren, wurden vom Oberfeldarzt über Nacht unter Quarantäne gestellt. Einzelne Verdachtsfälle habe es, so Reist, bereits zuvor gegeben.

Ungewöhnliche Massnahmen für mehr Schutz

Um einem grösseren Ausbruch entgegenzuwirken, greift das Militär zu ungewöhnlichen Massnahmen. "Die Armeeangehörigen schlafen im Moment abwechslungsweise mit dem Kopf in die eine und die andere Richtung. So wird der Abstand zwischen den Personen trotz knapper Platzverhältnisse möglichst gross gehalten", erklärt Reist.

Darüber hinaus habe man den Ausgangsrayon schweizweit auf das Kasernenareal reduziert. Alle Besuchstage seien bis Mitte März gecancelt worden. Beim Einrücken müssten sich zudem alle Armeeangehörigen einer gesundheitlichen Eintrittsmusterung unterziehen.

Im Einsatz gegen das Coronavirus

Dennoch soll die Armee im Kampf gegen das Coronavirus zum Einsatz kommen. "Wenn die zivilen Behörden ihre Leistungen nicht mehr erbringen können, stellen sie einen Antrag um Unterstützung", sagt Reist. Je nach Umfang werde dieser im Anschluss vom Militär, dem Parlament oder vom Bundesrat behandelt.

Armeeangehörige im Dienst können für die verschiedensten Einsätze in Anspruch genommen werden. "Die Spitalbataillons sind zum Unterstützen von Spitälern trainiert, Fahrer und Sanitäter könnten Patienten transportieren, wenn die zivilen Ambulanzen an ihre Grenzen stossen und die Desinfektionseinheit könnte alles von Gebäuden und Ambulanzen bis hin zu Tieren desinfizieren", so Reist. Je nach Fall und Grösse könne es aber auch notwendig sein, weitere Personen zu mobilisieren. (eee)  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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