Derzeit gehen aufrüttelnde Bilder durch die Medien: Tierschutz-Aktivisten demonstrieren vor Schlachthöfen und filmen die Tiere kurz vor der Schlachtung. Während die Proteste in Zürich friedlich vonstattengehen, kommt es in der Westschweiz zu grösseren Problemen.

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Sie versammeln sich bereits in der Nacht und in den frühen Morgenstunden vor den Schlachthöfen, halten Fahrer an und filmen die Tiere. Derzeit sind Tierschützer in Zürich, der Deutschschweiz und der Westschweiz unterwegs, um gegen die Schlachtung zu protestieren. Sie machen Fotos und Videos und stellen die Ergebnisse dann ins Internet.

Die Zeitung "Blick" veröffentlichte ein Video, das einige Aktivisten vor einem Schlachthof in Zürich zeigt. Ein junger Mann steht in gelber Warnweste vor einem Tiertransporter: "Es ist krass, wenn man sich überlegt, dass die Tiere wahrscheinlich in einer halben Stunde schon tot sind."

Nicht alle Proteste verlaufen friedlich

Angeführt wird die Bewegung unter anderem von Tierschützer Silvano Lieger. Im Zuge der Proteste sieht er das erste Mal einen Schlachthof von innen – und ist entsetzt. "Das einzige Verbrechen war, dass sie als Schwein geboren sind", findet der junge Aktivist. 270.000 Tiere werden jedes Jahr im Schlachthof Zürich verarbeitet. Für den Direktor des Hofs, Rudolf Hofer, ein ganz normaler Vorgang. "Für mich sind das Nutztiere, die irgendwann geschlachtet werden", so seine Meinung.

Dennoch setzt die Bewegung von Silvano Lieger auf einen friedlichen Protest. Nicht so einige Aktivistengruppen in der Westschweiz: Dort haben Demonstranten unter anderem in der Filiale eine Fast-Food-Kette Kunstblut verschüttet, um die Besucher aufzurütteln. (nas)  © 1&1 Mail & Media / SN