Ein Deutscher ist auf Mallorca zum zweiten Mal binnen eines Monats wegen des Verdachts der Brandstiftung festgenommen worden.

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Dem Mann wird vorgeworfen, auf der spanischen Urlaubsinsel mindestens acht Waldbrände gelegt zu haben, wie Medien am Dienstag unter Berufung auf die mallorquinischen Justizbehörden und die Polizei berichteten. Der 55-Jährige war erst Ende Juli nach einer ersten Festnahme unter Auflagen auf freien Fuss gesetzt worden.

Am Samstag soll der Mann nun in der Nähe des Küstenortes Santa Ponça in der Gemeinde Calvià im Südwesten der Insel einen neuen Waldbrand verursacht haben. Da die Feuerwache nur wenige Meter entfernt war, konnten die Flammen den Berichten zufolge schnell gelöscht werden. Augenzeugen hätten ihn belastet, berichteten die Digitalzeitung "Crónica Balear" und andere Medien. Zudem habe die Polizei bei ihm eine Tüte mit drei Feuerzeugen gefunden, hiess es.

Der Deutsche sei von der Untersuchungsrichterin vernommen und am Montag erneut unter Auflagen freigelassen worden. Gegen ihn werde wegen Brandstiftung mit Gefährdung von Menschenleben ermittelt.

Alle acht Feuer, die schnell gelöscht werden konnten, soll er in diesem Sommer im Gebiet der Gemeinde Calvià etwa 20 Kilometer westlich von Palma gelegt haben. Das erste Mal hatte ihn die Polizei erwischt, als er sich im Auto mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort entfernte. Einzelheiten zur Identität des Deutschen wurden zunächst nicht mitgeteilt. Bei dem Mann handelt es sich aber laut Medien offenbar um einen Obdachlosen, der in Calvià lebt.  © dpa