Weil sie dem US-Präsidenten Donald Trump den Mittelfinger gezeigt hat, ist eine 50-jährige Amerikanerin nun ihren Job los.

Sie würden dem amtierenden US-Präsidenten Donald Trump zu gerne mal die Meinung geigen? Falls Sie dazu die Chance bekommen, sollten Sie sich in Vorsicht üben. In den USA hat eine Fahrradfahrerin Trumps Autokolonne den Mittelfinger gezeigt – und ist jetzt ihren Job los.

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Mehrere Medien berichten über den Vorfall. Auf Fotos zu sehen: Die 50-jährige Juli Briskman, brav mit Fahrradhelm und in schnittigem Biker-Outfit unterwegs am 29. Oktober in der Nähe eines Golfclubs in Sterling im US-Bundesstaat Virginia.

Doppelter Stinkefinger für Trump

Links neben ihr im Überholmanöver: Eine schwarze Kolonne mit abgedunkelten Scheiben – die Entourage des kontrovers diskutierten US-Präsidenten Donald Trump. Der war gerade auf dem Heimweg von einer entspannenden Partie seines Lieblingssports im Golfclub. Da war die Radfahrerin anscheinend im Weg, denn die Kolonne musste Briskman grosszügig umfahren und dafür abbremsen.

Die Gelegenheit nutzte die Frau und brüskierte den blonden Macht-Milliardär: Mit erhobener linker Hand ist sie zu sehen, den Stinkefinger den Autos entgegengestreckt. Gleich zweimal soll die zweifache Mutter nah an die Scheiben der Wagen herangefahren und den unfeinen Spottgruss gezeigt haben.

Briskman ist ihren Job los

Das Bild der Frau machte natürlich sofort im Netz die Runde und Briskman wurde gerade auf Twitter gefeiert für ihre Geste. Sogar ein eigener Hashtag wurde ihr gewidmet: #her2020. Das ist eine Anspielung auf Trumps unterlegene Präsidentschaftsrivalin Hillary Clinton, für die damals mit #her2016 im Netz geworben wurde.

Leider gab es aber bisher kein Happy End für Briskman: Ihr Arbeitgeber, eine Baufirma, kündigte der Frau prompt den Job, aus Furcht vor weniger Aufträgen durch den Staat. Briskman nimmt das aber gelassen und hält jetzt nach einem neuen Arbeitgeber Ausschau. Dank des grossen Medienechos wird sie sicher nicht lange joblos bleiben.

Der amerikanische Comedian Patton Oswald hat bereits auf Twitter eine Lanze für Briskman gebrochen.


Er kenne die Frau, sie sei aus seiner Heimatstadt und jemand solle ihr einen Job geben - immerhin sei sie Patriotin.

(cf)

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