• Einige Schweizer haben die letzten Tage vor dem Lockdown offenbar genutzt, um sich noch mit Winterkleidung einzudecken.
  • Ein Bekleidungsgeschäft in Pratteln im Kanton Basel-Landschaft wurde dabei verwüstet.
  • Viele Kunden hielten auch die Abstandsregeln nicht ein.

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Ab dem 18. Januar gelten in der Schweiz verschärfte Massnahmen: Private Treffen sind nur noch mit fünf Personen gestattet und es gilt eine Homeoffice-Pflicht. Ausserdem müssen Läden mit Waren des nicht-täglichen Bedarfs schliessen.

Letztere Regel hat offenbar einige Schweizer dazu veranlasst, vor dem Lockdown noch einmal shoppen zu gehen. In einem Bekleidungsgeschäft in Pratteln kam es zu tumultartigen Szenen. Ein Video eines Leser-Reporters des Nachrichtenportals "20min.ch" zeigt den verwüsteten Laden "La Halle" im Grüssen Center. Das Geschäft habe die Kunden mit 70 Prozent Rabatt gelockt.

"Das ist eine Katastrophe", hört man den Leser-Reporter im Video sagen. Der Boden des Ladens ist übersät mit Schuhen, Unterwäsche und leeren Kartons. Die Regale darüber sind zum Teil leergeräumt. "Die Leute sind nicht normal", sagte der 41-Jährige. Das Verhalten sei "abartig", die Menschen hätten "keinen Anstand".

"Es war total chaotisch. Der Laden sah aus, als wäre der Schwarze Block durchmarschiert", erklärte er weiter. Die Kunden waren demnach hauptsächlich gestresste Familien, die sich "wie wild durch die Regale gewühlt" hätten.

Für den Leser-Reporter sei die Respektlosigkeit unverständlich. "Ich denke dabei an die Mitarbeiter, die das Chaos wohl noch stundenlang aufräumen mussten."

Shoppinglaune wegen Lockdown und starkem Schneefall

Laut dem 41-Jährigen seien auch die Abstandsregeln nicht eingehalten worden, es sei zu Drängeleien gekommen. "Die Situation war sehr unübersichtlich und unsere Mitarbeiterinnen konnten nicht jederzeit überall sein", bestätigt auch Filialleiterin Françoise Letscher. An der Kasse sei der Mindestabstand jedoch beachtet worden, dies habe man auch überprüft.

"Wir dürfen laut BAG-Richtlinien 90 Leute im Laden haben und kontrollieren den Einlass", erklärt Letscher das Schutzkonzept des Geschäfts. Die Kunden seien für das Abstandhalten aber auch selbst verantwortlich. "In unserem Laden sieht es nicht mal am Black Friday oder kurz vor Weihnachten so aus", erzählt sie.

Letscher hat eine Vermutung, was zu dem grossen Ansturm geführt haben könnte. Der anstehende Lockdown ab dem 18. Januar und der starke Schneefall hätten die Menschen zum Shoppen animiert. "Die Kunden hatten Angst, dass sie nicht genug warme Kleider zuhause haben", sagt sie. Gefütterte Stiefel etwa seien komplett ausverkauft.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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