Um Budgetkürzungen in Prilly im Kanton Waadt auszugleichen, greift die Gemeinde zu ungewöhnlichen Mitteln: Nach dem letzten Schultag putzen Erstklässler ihre eigenen Schulzimmer - sehr zum Ärger ihrer Eltern.

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Kaum haben die Lehrer ihre Schüler am letzten Schultag offiziell verabschiedet, geht es gemeinsam ab zu den Putzeimern: Wie "20min.ch" berichtet, lässt die Gemeinde Prilly im Kanton Waadt ihre Klassenräume von Schülern putzen. Zusammen mit ihren Lehrern verbringen die Erstklässler eine Stunde mit dem Säubern der Klassenräume.

Geldnot ist der Grund der Putzaktion

Prilly hat Finanzsorgen und vor allem der Reinigungssektor der schulischen Infrastrukturen bekam die Geldnot als einen der ersten Budgetposten zu spüren. Weil nun keiner mehr die Räume reinigt, brauchte es eine schnelle Alternative. Die Lösung war gefunden: Prilly verpackte die Sparmassnahmen in eine gemeinschaftliche Putz-Aktion, die vonseiten der Gemeinde her "lehrreich und pädagogisch wertvoll sein soll".

Einige Eltern zeigen sich empört

Auch wenn die Schüler gerne zusammen anpacken sollen, zeigen sich einige Eltern entsetzt. "Es ist nicht die Aufgabe der Kinder, den Boden zu putzen und die Fenster zu reinigen", wird eine Mutter zitiert. Auch eine Lehrerin der Schule soll die Putzarbeit als "traurige Sparmassnahme" kritisiert haben. (jkl)  © 1&1 Mail & Media / SN