• Deutschland und andere EU-Länder fordern kürzere Zeiten von Tiertransporten.
  • Das geht aus einem Positionspapier hervor, das bei einem Treffen der EU-Agrarminister am Montag in Brüssel vorgestellt wurde.

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Deutschland und andere EU-Länder fordern kürzere Zeiten von Tiertransporten. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das bei einem Treffen der EU-Agrarminister am Montag in Brüssel vorgestellt wurde. Die Dauer von Tiertransporten soll laut der Initiative auf maximal acht Stunden begrenzt werden, sagte Bundesagrarminister Cem Özdemir.

Einige EU-Ministerien fordern, mehrere Tierschutzvorschriften der EU zu überarbeiten

"Wir haben da zum Teil skandalöse Bilder, die unsere Bevölkerung zu Recht empören", so der Grünen-Politiker. Tiere seien fühlende Lebewesen. "Die Bilder von toten und verletzten Tieren sindunerträglich." Die für den Tierschutz zuständigen Ministerinnen und Minister in Belgien, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Schweden fordern, mehrere Tierschutzvorschriften der EU zu überarbeiten.

Dies beinhaltet etwa, konkretere Berechnung der Tierplätze in Transportern sowie einen besseren Tierschutz von Kälbern, die noch auf Muttermilch angewiesen sind, vorzunehmen. Zudem sollen bestimmte Transporte ganz verboten werden. Wie dies konkret ausgestattet werde, müsse aber noch genauer analysiert werden, heisst es in dem Positionspapier.

Für die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" geht die bisherige Initiative nicht weit genug

Bisher sind Tiertransporte zum Beispiel mit Schweinen in speziell ausgerüsteten Fahrzeugen maximal 24 Stunden lang erlaubt, sofern sie ständig Zugang zu Wasser haben. Für Rinder, Schafe und Ziegen sind höchstens 28 Stunden Fahrt mit einer Stunde Tränkepause vorgesehen.

Für die Tierschutzorganisation Vier Pfoten geht die Initiative nicht weit genug. "Die Ausfuhr von Tieren aus der EU wie auch Lebendtiertransporte innerhalb der EU führen nachweislich sehr oft zu schwerem Tierleid", sagte ein Sprecher. Lebendtiertransporte in Länder ausserhalb der EU sollen demnach abgeschafft werden. "Ausnahmeregelungen darf es nicht geben, da dadurch die Gefahr besteht, dass Tiere auf Umwegen über die erlaubten Länder in andere, verbotene Drittländer gebracht werden." (dpa/mit)