"Extinction Rebellion": Weltweit Demonstrationen zum Klimaschutz

In Städten wie London, Berlin, Sydney oder Amsterdam gehen Anhänger der Bewegung Extinction Rebellion auf die Strasse. Sie demonstrieren für mehr Klimaschutz und wollen ihre Ziele durch gewaltfreien, zivilen Ungehorsam erreichen. In mehreren Städten wurden Demonstranten festgenommen.

Am Montagmorgen blockieren die Demonstranten von "Extinction Rebellion" zwei Verkehrsknotenpunkte in Berlin.
Vor der Siegessäule in Berlin versammelten sich laut Polizei etwa 1.000 Demonstranten der Klima-Protest-Gruppe. Dort bauten sie sogar ein hölzernes Boot auf. Die Arche soll an das Artensterben erinnern. Die Demonstrationen in Berlin verlaufen bisher friedlich.
Die Kapitänin Carola Rackete sprach in Berlin bei der Demonstration von "Extinction Rebellion". "Es ist mehr als Zeit, dass die Regierung die Wahrheit sagt und den ökologischen Notstand ausruft", fordert sie laut Deutscher Presse-Agentur. Die Protestaktionen in Berlin sollen eine Woche lang dauern.
Nicht nur eine Menge Poster brachten die Demonstranten in Berlin mit, viele verkleideten sich auch kreativ. Am Potsdamer Platz wurden ausserdem Blumentöpfe, Sofas und Tische aufgestellt.
In Amsterdam schlugen die Demonstranten von "Extinction Rebellion" auf einer Strasse ihre Zelte auf und störten so den Verkehr. Die Demonstrationen waren hier von der Stadt untersagt worden, weshalb die Polizei eingriff.
In Amsterdam waren die Blockaden verboten, trotzdem fanden sie statt. Etwa 50 Aktivisten wurden festgenommen.
Die Demonstranten in Amsterdam wollen durch zivilen Ungehorsam die Regierung zu Aktionen zwingen.
Mit verschiedenen Aktionen wollen die Mitglieder der Organisation auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam machen. In Wellington, Neuseeland, wurde dafür ein rosa Boot auf die Strasse gestellt. Ausserdem wurde hier unter anderem eine Bankfiliale besetzt. Etwa 30 Aktivisten wurden vorübergehend festgenommen.
In Wellington blockieren Mitglieder von "Extinction Rebellion" den Eingang des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung.
Ein beliebter Ort für die Demonstranten in London war Westminster Bridge, direkt vor den Regierungsgebäuden. Laut Deutscher Presse-Agentur wurden schon kurz nach Beginn der Demonstrationen etwa 20 Personen festgenommen, laut "The Telegraph" waren es nachmittags schon 130 Aktivisten. Hier zu sehen sind die Mitglieder der "Red Brigade", die bei den Demonstrationen anwesend sind.
Auch in Melbourne gingen zahlreiche Demonstranten bei der von "Extinction Rebellion" organisierten Aktion auf die Strassen.
In Sydney trafen sich die Demonstranten unter anderem zu einem Sitzstreik. Insgesamt wurden in der australischen Stadt 30 Demonstranten festgenommen. Sie hatten sich geweigert eine Strasse zu räumen. In Brisbane ging es friedlicher zu, auch wenn sich eine Gruppe Aktivisten an eine Brücke kettete.