Ein Zahnarzt-Assistent aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden hat in Eigenregie zum Arztbesteck gegriffen. Da ihm die nötige Berufsausübungsbewilligung fehlt, steht er nun in Zürich vor Gericht.

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Ein 35-jähriger Zahnarzt-Assistent aus dem Kanton Appenzell Ausserrhoden hat ohne Erlaubnis den Beruf eines Zahnarztes ausgeübt: Rund 4.000 Eingriffe soll er laut "bluewin.ch" im Zeitraum von Oktober 2014 bis Februar 2017 durchgeführt haben. Dafür muss er sich nun verantworten. Dem News-Portal soll der Strafbefehl gegen den Mann vorliegen.

Er hat nur eine Grundausbildung

Wie es in dem Bericht heisst, hat der Mann unter anderem Schmelzätzungen durchgeführt, Zähne entfernt sowie gebohrt und Zahnfüllungen eingesetzt. Er habe "willentlich und wissentlich" als Zahnarzt gearbeitet – und zwar selbständig und auf eigene Rechnung. Dabei soll er nur über eine Grundausbildung verfügen.

Seit 2013 sei der 35-Jährige in einem Zahnarzt-Zentrum in der Stadt Zürich beschäftigt, berichtet das Portal weiter. Eine Bewilligung als Zahnarzt habe er nicht. Die Gesundheitsdirektion habe ihm im Dezember 2013 lediglich eine Arbeitsverfügung als Zahnarzt-Assistent ausgestellt.

Er legt Rekurs ein

Bereits im Januar 2019 hat das Statthalteramt des Bezirks Zürich den Mann "wegen gewerbsmässiger Ausübung des Zahnarztberufs ohne Berufsausübungsbewilligung" verurteilt. Ein weiterer Vorwurf des Statthalteramtes sei der Konsum von Betäubungsmitteln.

Der Beschuldigte hat nun Rekurs gegen das Urteil eingelegt. Am 15. Mai kommt es deswegen vor dem Zürcher Bezirksgericht zum Prozess. Es soll darüber entschieden werden, ob die Strafe der ersten Instanz gerechtfertigt ist. Diese würde ein Bussgeld in Höhe von 5.000 Franken und eine Ersatzforderung von 66.000 Franken enthalten sowie einen Eintrag ins Strafregister. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN

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