Jedes Jahr das Gleiche: Wochenlang fiebern wir der Silvesternacht entgegen und wünschen uns einen unterhaltsamen Abend, tolle Gespräche, viel Spass und einen guten Start ins neue Jahr. Damit dieses Vorhaben glückt, rüsten wir Sie mit spannenden Fakten aus der ganzen Welt für Silvester und Neujahr aus.

Silvester wird völlig überbewertet, finden Sie? Dann stammen Sie vermutlich aus einer Gegend, in der es nicht so verrückt zugeht wie in manch anderen Teilen der Erde.

Skurrile Bräuche und seltsame Traditionen sorgen in einigen Kulturen für eine recht aufregende Silvesternacht und sollen im nächsten Jahr Glück und Segen bringen. Ausserdem gibt es einiges Wissenswertes rund um Silvester, das uns bis Neujahr jede Menge Gesprächsstoff liefert.

Die richtige Farbe soll Glück bringen

Italien sieht rot. Jedoch nicht wegen der verpassten Teilnahme an der nächsten Fussball-WM, sondern wegen eines Jahrhunderte alten Brauchs: Wer in der Silvesternacht rote Unterwäsche trägt, soll im neuen Jahr Glück und Erfolg haben.

Brasilien hat eine ähnliche Tradition, setzt aber komplett auf die Farbe Weiss: Ein durchweg weisses Outfit soll dem, der es trägt, nur das Beste bescheren.

Schlag auf den Rücken als Segen fürs neue Jahr

Etwas gewalttätig geht's in Bulgarien zu: Dort ist es Brauch, sich an Silvester mit dem Ast eines Kornelkirschbaums gegenseitig auf den Rücken zu schlagen. Meist gehen Kinder am Neujahrstag von Tür zu Tür und schlagen die Menschen mit dem Zweig.

Wer von der so genannten "Surwatschka" getroffen wird, den soll ein fruchtbares, reiches Jahr erwarten. Dafür erhalten die kleinen Rutenschwinger Süssigkeiten und Obst.

Glück ist eine Frage des Glücksspiels

Das Leben ist wie ein Glücksspiel - dieser Meinung ist man zumindest in Griechenland.

Am Abend vor Neujahr zocken griechische Familien beim Glücksspiel um ihr Wohlergehen. Wer gewinnt, startet als Glückspilz ins nächste Jahr.

Zwölf Trauben für ein gutes, neues Jahr

Wer in Spanien ins neue Jahr starten möchte, will gut vorbereitet sein: Dort ist es Tradition, um Mitternacht zu jedem Glockenschlag eine Traube zu essen.

Das sind zwölf Trauben innerhalb kürzester Zeit, die einem Glück bringen sollen.

Wer feiert zuerst Silvester?

Die ersten Sektkorken knallen an Silvester auf Samoa, dort beginnt das neue Jahr um 11:00 Uhr unserer Zeit.

Das Schlusslicht der Silvester-Feiernden bildet Hawaii. Dort beginnt 2018 erst, wenn wir uns am Neujahrstag um 11:00 Uhr am Frühstückstisch versammeln.

Die grösste Silvesterparty

Die grösste Silvesterparty der Welt findet an der Copacabana in Rio de Janeiro in Brasilien statt. Etwa 2,3 Millionen Menschen feiern hier jährlich den Jahreswechsel.

Zum Vergleich: In New York und auch Berlin sind es "nur" etwa eine Million Menschen, die sich am Times Square oder dem Brandenburger Tor versammeln.

Darum heisst Silvester Silvester

Schon mal von Papst Silvester I. gehört? Dann wird es aber Zeit. Er ist der Namensgeber des 31. Dezembers, hat angeblich einen toten Stier wieder zum Leben erweckt und einen Drachen bezwungen.

So ganz lässt sich Papst Silvesters Karriere nicht mehr nachvollziehen, denn er verstarb bereits im Jahr 335 n. Chr. - und zwar am 31. Dezember.

Rekordnacht für Sekthersteller

18 Prozent des gesamten Jahresumsatzes deutscher Sekthersteller werden zu Silvester gemacht. Das entspricht etwa 1,6 Milliarden Euro.

Ab sechs Gramm wird es illegal

Wussten Sie es? Feuerwerkskörper, die in Deutschland verkauft werden, dürfen maximal sechs Gramm Schwarzpulver enthalten. Das schreibt die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung vor.

Alles darüber hinaus gilt für den Normalverbraucher als nicht zugelassen und somit illegal. Schwere Geschütze bedürfen einer Sondergenehmigung.

Sektkorken sind schneller als Menschen

Ein Sektkorken schiesst beim Öffnen einer Flasche mit bis zu 40 Kilometer pro Stunde aus dem Flaschenhals.

Wer sich also noch schnell vor diesem fliegenden Geschoss in Sicherheit bringen möchte, ist vermutlich zu langsam.

Ein Klassiker im Guinness-Buch

"Dinner for One" ist ein Klassiker. Jedes Jahr aufs Neue schauen Millionen Menschen, wie Miss Sophie mit ihren imaginären Freunden Geburtstag feiert - zum Leidwesen von Butler James.

Was kaum jemand weiss: Der Sketch ist die meist gezeigte TV-Produktion aller Zeiten und steht deshalb seit 1988 sogar im Guinness-Buch der Rekorde.

Tonnenweise Müll an Silvester

In der Silvesternacht des Jahres 2016 auf 2017 blieben laut "Münchner Merkur" allein in München 50 Tonnen Müll liegen - Böller, Raketen, leere Flaschen. In Frankfurt waren es, nach Angaben der "Frankfurter Rundschau", im Jahr zuvor 25 Tonnen.

Übrigens: Im Jahr 2003 waren es in Berlin ganze 600 Tonnen Abfall, die nach Silvester eingesammelt werden mussten.

Was bleibt von 2017? Lassen Sie das Jahr Revue passieren und testen Sie dabei Ihr Wissen zu den prägenden Ereignissen.