Ein Airbus 320 der Swiss-Airline musste wegen eines kaputten Ventils nach Zürich umkehren. Die Ersatzmaschine war jedoch ebenfalls defekt: Bremsklappen und Fahrwerk versagten bei der Landung.

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Die Pannenserie bei der Swiss geht weiter: Ein Airbus A320 auf dem Weg von Zürich nach Amsterdam musste umkehren, weil ein Belüftungsventil defekt war. Ersetzt wurde der Jet durch eine Maschine, die auf neuer Strecke ebenfalls schwächelte. Das berichtet "blick.ch".

Zeichen für mögliche Evakuierung

Die Ersatzmaschine sei von Oslo nach Zürich unterwegs gewesen. Während des Flugs habe die Maschine die ganze Zeit über gerüttelt. Das wichtigste von drei Hydrauliksystemen sei ausgefallen. Mehrere Bremsklappen hätten nicht funktioniert und das Fahrwerk habe der Pilot manuell ausklappen müssen.

Das Flugzeug sei in Kloten ZH gelandet, wo bereits Feuerwehr und Ambulanzfahrzeuge gewartet hätten. Mit dem Befehl "crew at stations" habe der Pilot das Zeichen für eine mögliche Evakuierung gegeben.

Gefahr für Passagiere und Crew?

Feuerwehrleute hätten zunächst überprüft, ob Hydraulikflüssigkeit auslaufe. Wenn diese auf die heissen Bremsen tropfe, könne sich das Flugzeug in einen Feuerball verwandeln. Dann habe es jedoch Entwarnung gegeben. Die Flugbegleiterinnen seien sich daraufhin in den Armen gelegen. Der Pilot habe Passagieren ein Vieraugengespräch angeboten.

Dass der Pannenflieger einen anderen defekten Jet ersetzt hatte, hätten die Fluggäste nicht gewusst. Die Swiss bestätige die Probleme laut dem Nachrichtenportal zwar, aber beteuere, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Passagiere und Crew ausgegangen sei. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt spreche jedoch von "sicherheitsrelevanten Ereignissen".

Bereits vergangene Woche war ein Pannenjet bei der Swiss zum Einsatz gekommen. Der Abwassertank einer Boeing 777 hatte Rost aufgewiesen, was zu zahlreichen Flugverspätungen und Ausfällen führte. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN

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