Bei der Swisscom ist es zu einer Softwarepanne gekommen. Private Dateien von hunderten Nutzern wurden dadurch unwiderruflich gelöscht. Darunter fallen Fotos, Videos und Musikfiles.

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Bei MyCloud, einer Software von Swisscom, ist es vor zwei Wochen zu einer Panne gekommen. Das berichtet der "Tagesanzeiger" laut "20min.ch". Über 400.000 Schweizer sichern ihre privaten Dateien wie Fotos, Videos und Musikfiles auf der Cloudspeichereinheit.

Die Swisscom übernehme die volle Verantwortung für die Panne. "Es handelt sich um einen Fehler, der bei der internen Entwicklung einer Software-Komponente entstanden ist", sagte ein Swisscom-Sprecher.

Das Unternehmen wolle nicht angeben, um wie viele Kunden es sich handelt. Es seien aber "einige hundert" betroffen. Die Swisscom habe sich telefonisch mit den Nutzern in Verbindung gesetzt und habe ihnen 50 Franken als Entschädigung angeboten.

Softwarepanne bei Swisscom: Kaum rechtliche Möglichkeiten für Nutzer

Rund fünf Prozent aller Daten pro Kunde seien laut dem Unternehmen verschwunden. Ein Nutzer habe dem "Tagesanzeiger" jedoch erzählt, dass fast 90 Prozent seiner Dateien gelöscht worden seien. Er habe jedoch Kopien davon auf einem lokalen Datenträger.

In den allgemeinen Geschäftsbedingungen ist die Swisscom für solche Vorkommnisse abgesichert – rechtliche Möglichkeiten gibt es kaum. Jegliche Haftung lehnt das Unternehmen ab. Ein rechtliches Verfahren sei laut Internetanwalt Martin Steiger teuer und die Daten seien ohnehin unwiderruflich gelöscht. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN