Chinesen dürfen derzeit wegen des Coronavirus nicht in Gruppen verreisen. In den Schweizer Städten ist das spürbar: Luzern ist wie leer gefegt. Während dieser Zustand für die Bevölkerung lediglich ungewohnt ist, bedeuten die fehlenden Gäste für die Tourismusbranche erhebliche Einbussen.

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Ob Schwanenplatz, Kapellbrücke, Löwenplatz oder schlicht die Altstadt: Die Sehenswürdigkeiten in Luzern sind wie leer gefegt. Chinesen dürfen wegen des Coronavirus weder im In- noch im Ausland in Gruppen verreisen. Für die Tourismusbranche ist das ein herber Schlag, wie "20min.ch" berichtet.

Hohe finanzielle Einbussen für Casagrande AG

Die Reisegruppen aus China seien "sehr wichtig, da sie auch im Winter reisen und sehr kaufkräftig sind", erklärte der Geschäftsleiter des Luzerner Souvenir- und Uhrenladens Casagrande AG. Robert Casagrande spüre die Auswirkungen des Reiseverbots.

Seit Anfang Februar erleide das Luzerner Geschäft hohe finanzielle Einbussen. Die Casagrande AG habe 95 Prozent Ausfall wegen der fehlenden Festlandchinesen – "praktisch ein Totalausfall", sagte der Geschäftsleiter.

Braucht man ohne Kunden dann auch keine Verkaufskräfte mehr? Casagrande betonte: "Wir haben keine Mitarbeitenden nach Hause geschickt." Stattdessen würde man Überstunden abbauen, Ferien beziehen oder Schulungen besuchen.

Was sagt die Bevölkerung zu den fehlenden Touristen?

Touristen aus anderen Ländern umgehen Luzern aus Angst vor dem Coronavirus laut Mediensprecherin der Luzern Tourismus AG nicht. "Wir hätten von unseren Partnern, den Hotels in Luzern, davon gehört", erklärte Sibylle Gerardi.

Für die Luzerner Bevölkerung sind die leer gefegten Strassen etwas völlig Ungewohntes, wie "20min.ch" kürzlich berichtete. In den sozialen Medien herrschen gemischte Meinungen: Während sich manche Luzerner über ihre leere Stadt freuen, vermissen andere die Touristen. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN

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