Alarm in Genf: In der Mülldeponie des Universitätsklinikums wurde eine explosive Säure entdeckt. Um die Substanz zu vernichten, rollte ein Panzer quer durch die Stadt.

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Am Mittwoch wurde in einer Mülldeponie nahe des Genfer Universitätsklinikums (CMU) 100 Gramm der hoch explosiven Pikrinsäure entdeckt.

Wie "20min.ch" berichtet, wurde deswegen ein Spezialkonvoi aus Minenräumern angefordert, die die Chemikalie zum Vernichten in eine Kiesgrube in Bernex GE bringen sollte.

Komplizierter Transport

Für den Transport der Pikrinsäure wurde das potenziell gefährliche Material in einen sicheren Zylinder auf einen Anhänger verfrachtet. Ungefähr fünfzehn Maschinen rollten im Anschluss von Motorrädern begleitet behutsam und im gleichen Tempo quer durch die Stadt.

Der Transport der Säure dauerte etwas mehr als zwei Stunden. Autofahrer wurden aufgerufen, die zuvor bekannt gegebene Strecke grossflächig zu meiden. Fussgänger sollten einen Mindestabstand von sieben Metern einhalten. Gegen 23:30 Uhr gab die Polizei bekannt, dass die Manöver abgeschlossen seien und das Produkt "sicher neutralisiert" sei.

Neben der Kantonspolizei wurde die Operation mit der Feuerwehr und dem Rettungsdienst der Stadt Genf (SIS) und der Stadtpolizei durchgeführt, die insbesondere für die Sperrung von Kreuzungen zuständig gewesen sei, sagte Sylvain Guillaume-Gentil, Sprecher der Genfer Polizei. Für die Bevölkerung bestand nach Angaben der Polizei keine Gefahr. (jkl)  © 1&1 Mail & Media / SN