Das Viersternehotel Bernina in Samedan GR hat seit März geschlossen. Trotzdem nimmt es scheinbar neue Buchungen an. Einige Gäste fühlen sich nun hinters Licht geführt.

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Bereits seit März hat das Hotel Bernina in Samedan GR geschlossen. Im Internet kann man dennoch Aufenthalte in dem Viersternehotel buchen. Mehrere potenzielle Gäste fühlen sich nun getäuscht.

Buchung auf Englisch storniert - einen Tag vor der Anreise

Dem SRF-Konsumentenmagazin "Espresso" berichtete Corinne Hügli von ihrer Negativerfahrung mit dem Hotel. Im Mai habe sie ein Zimmer mit Halbpension für sich, ihren Mann und die zwei Kinder zum Preis von 3.250 Franken gebucht.

Erst am Tag vor der Anreise habe die Familie dann eine englische Mitteilung bekommen, dass die Buchung abgesagt wurde.

Der Grund: das Viersternehotel ist seit März geschlossen. Das habe Hügli erst erfahren, nachdem sie das Hotel angerufen hatte. "Bei der Buchung im Mai war das aber nirgends ersichtlich", berichtete sie weiter.

Einziger Lichtblick für die enttäuschte Kundin: die Buchungssumme hatte sie noch nicht bezahlt, sie wäre erst beim Check-in fällig geworden.

Mehrere andere Gäste machten ähnliche Erfahrungen

Mit ihrer Erfahrung ist die Familie Hügli keineswegs allein. Auch andere Gäste erhielten nur kurz vor der geplanten Anreise eine Absage seitens des Bernina - ebenfalls auf Englisch.

Auf der Bewertungsplattform Tripadvisor schreibt ein Nutzer, er habe die Nachricht "Es tut uns leid, wir haben geschlossen" erhalten. Telefonisch sei nur der Hauswart erreichbar gewesen.

Dabei rühmt sich das Viersternehotel Bernina auf seiner Internetseite mit einem guten Kundenservice. "Das Team steht jederzeit zur Verfügung, damit Sie sich zu Hause fühlen", heisst es dort.

Gemeindepräsident fürchtet Image-Schaden

Jon Fadri Huder, der Gemeindepräsident von Samedan, befürchtet, dass das Image des Ortes durch die Praxis des Hotels Schaden nehmen könnte. "Das ist unglücklich und für den Namen Samedan sehr, sehr schlecht", erklärte er "Espresso".

Hilfe soll es jedoch durch die lokale Tourismusorganisation Engadin St. Moritz Tourismus geben. Sie versuche, "wenn immer möglich, für die betroffenen Gäste alternative Unterkünfte zu organisieren", so Mediensprecher Jan Steiner.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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