Seit mehreren Monaten hält sich in der St. Galler Primarschule Engelwies ein hartnäckiges Hautbakterium. Nun schreitet der Kanton ein: Es wird zum grossangelegten Infektionstest gebeten.

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"Wir haben vor rund einem Jahr die Meldung vom Kinderspital erhalten, dass es mehrere Infektionen gab", sagt Kantonsärztin Danuta Reinholz gegenüber "blick.ch".

Ihre Aussage bezieht sich auf die Primarschule Engelwies im Kanton St. Gallen, in der sich bis zum 7. November 2019 zwei Lehrkräfte und 25 Schüler mit dem gegen Antibiotika resistenten Hautbakterium Staphylococcus aureus (MRSA) angesteckt haben.

Kanton St. Gallen verlangt Reihenuntersuchung

Um das hartnäckige Bakterium, dessen Symptome kleine Eiterbläschen sind, eindämmen zu können, veranlasst das zuständige Gesundheitsdepartement Ende November eine Grossuntersuchung. Die 220 Schüler sowie rund 30 Lehrkräfte werden zum Infektionstest gebeten.

Kantonsärztin Reinholz erklärt: "Mit einer Reihenuntersuchung können wir nun herausfinden, wer Träger ist und bei wem wir spezielle Antibiotika einsetzen müssen." Das Tückische an der Infektion sei, dass nicht jede infizierte Person zwangsläufig auch die entsprechenden Symptome aufweise.

Wie das Hautbakterium MRSA in die Primarschule gelangen ist, sei unklar. Laut "blick.ch" wurde im März dieses Jahres schon einmal versucht, dagegen vorzugehen. Konsequentes Händewaschen und Desinfizieren sowie die Abschaffung von Handtüchern in den Klassenräumen hätten jedoch keine Besserung gebracht. (cos)  © 1&1 Mail & Media / SN