In der Schweiz ist derzeit immer mehr Vorsicht geboten: In zahlreichen Regionen breitet sich die giftige Prozessionsraupe weiter aus, deren Härchen für allergische Reaktionen sorgen können.

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Sie mögen klein und harmlos erscheinen, jedoch sind sie alles andere als das: Die Prozessionsraupen, aus deren Larven sich ein grauer Falter entwickelt, breiten sich derzeit in der Schweiz aus. Doch bei den ungefähr drei Zentimeter langen Krabblern ist Vorsicht geboten – ihre feinen Härchen geben ein gefährliches Nesselgift ab, welches allergische Reaktionen verursachen kann. In Ausnahmefällen kann dieses auch tödlich sein.

Laut "blick.ch" sei die Zahl der Vergiftungsfälle in den vergangenen Jahren stark in die Höhe gegangen. 2018 registrierte das ärztliche Informationszentrum Tox Info Suisse 45 Personen, die durch die Prozessionsraupe vergiftet wurden – ein Rekord. Im Jahr 2017 waren dem Zentrum 26 Fälle bekannt, 2016 waren es gerade einmal elf.

Das kann passieren

Eine Berührung mit den giftigen Härchen kann zu Hautausschlägen und starkem Juckreiz führen. Sensible Personen können jedoch auch stärker auf den Giftstoff reagieren, beispielsweise mit Asthma-Anfällen, Fieber, Benommenheit oder gar mit einem allergischen Schock.

Als problematisch erweist sich ausserdem die Langzeitwirkung des Giftes, denn die Haare können auch an Kleidern und Schuhen haften bleiben und noch zu einem späteren Zeitpunkt zu einer allergischen Reaktion führen. Das Gift kann bis zu zwei Jahren wirksam sein. Es wird besonders in Schwimmbädern, Parkanlagen und an Waldrändern vor den Raupen gewarnt.

"Wir beobachten die Prozessionsspinner zurzeit vor allem in der südlichen Schweiz, in der Genferseeregion und vereinzelt im Baselbiet und dem Jura", erklärt Doris Hölling von der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL). Besonders gefährlich sei der Eichenprozessionsspinner, eine Unterart der giftigen Raupe. "Dieser ist ein wärmeliebendes Tier, das sich aufgrund des Klimawandels zunehmend auch im Mittelland ausbreiten könnte."

Auch Haustiere sind betroffen

Auch bei Hunden, Katzen und anderen Haustieren besteht durch die Prozessionsspinnerraupe die Gefahr einer Vergiftung. Bei Kontakt kann das Tier schwere Schäden an der Zunge und der Mundschleimhaut anrichten. Bei auftretenden Symptomen solle sich sowohl der Mensch als auch das Tier sofort in ärztliche Obhut begeben. (eee)  © 1&1 Mail & Media / SN

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