Viele Jahre kam ein deutscher Rentner mit seiner Gigolo-Masche durch und erschlich sich Hunderttausende Franken von älteren Damen. Jetzt wurde er in Basel zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

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Ein 82-jähriger Deutscher hat vier vermögende, ältere Damen um den Finger gewickelt und ausgenommen. Jetzt hat ihn das Basler Strafgericht zu vier Jahren Haft wegen Diebstahls, Betrugs und Urkundenfälschung verurteilt, wie unter anderem "blick.ch" berichtet.

Seine Masche: Durch seine charmante Art und sein adrettes Aussehen gewann er das Vertrauen von reichen, betagteren Frauen.

Zum ersten Mal habe der Mann bereits im Jahr 2008 eines seiner Opfer hinters Licht geführt und sich damals mehr als 300.000 Franken Bargeld und teuren Schmuck angeeignet.

Einige Monate später erschlich er sich eine Unterschrift unter einem Blanko-Vertrag und vertuschte damit den Diebstahl einer teuren Omega-Uhr und eines Gemäldes.

So flog der Gigolo auf

Seine Masche flog allerdings auf, als er am Genfersee die Wohnung eines seiner Opfer ausräumte und dabei erwischt wurde, als er sich teure Möbel und Gemälde im Wert von 26.000 Franken unter den Nagel reissen wollte. Unter anderem tauschte er die Original-Gemälde mit billigen Foto-Prints aus, damit seine Tat nicht sofort auffällt.

Der ehemalige Bergmann aus dem Ruhrgebiet lebt offiziell in einer eingetragenen, gleichgeschlechtlichen Partnerschaft mit seinem Chauffeur und beteuerte vor Gericht bis zum Schluss mehrfach seine Unschuld.

Er selbst sei das Opfer und habe niemandem etwas weggenommen. Alles also nur ein grosses Missverständnis?

Gericht ordnete sofortige Haft an

Das Gericht kam in seiner abschliessenden Bewertung zu einer völlig anderen Ansicht und ordnete direkt im Gerichtssaal die Sicherheitshaft an.

Neben der Haftstrafe bekam er 10.000 Franken Strafe aufgebrummt und muss 1.000 Franken Schadensersatz an die Erbin eines bereits verstorbenen Opfers bezahlen. (dr)  © 1&1 Mail & Media / SN

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