Drei Fussball-Funktionäre, darunter Ex-Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke, müssen sich vor Gericht verantworten. Es geht um eine mögliche Bestechung bei der Vergabe von Medienrechten.

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Im Zusammenhang mit einer Korruptionsaffäre um Fussball-TV-Rechte hat die Schweizer Bundesanwaltschaft Anklage erhoben.

Der Vorwurf: Passive Bestechung

Diese richtet sich gegen den Ex-Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke und den Präsidenten des Clubs Paris Saint-Germain, Nasser Al-Khelaifi. Ausserdem muss sich ein Geschäftsmann, der im Sportrechthandel tätig ist, in dieser Sache verantworten.

Wie die Bundesanwaltschaft (BA) am Donnerstag mitteilte, wird Valcke passive Bestechung vorgeworfen. Er soll seinen Einfluss bei der Fifa genutzt haben, um die Vergabe von TV-Rechten (Weltmeisterschaften 2018 bis 2030) zugunsten von Al-Khelaifi und dem anderen Geschäftsmann zu beeinflussen.

TV-Rechte für eine Gratis-Villa auf Sardinien

So soll Valcke für seine Dienste eineinhalb Jahre lang eine Villa zur Verfügung gestellt bekommen haben – von PSG-Präsident Al-Khelaifi. Miete zahlen musste der ehemalige Generalsekretär der Fifa dafür wohl nicht, wie es vonseiten der BA heisst. Schätzungen zufolge habe die Miete 900.000 bis 1,8 Millionen Euro gekostet.

Dem dritten Beschuldigten wird zusätzlich auch aktive Bestechung vorgeworfen. Von dem Geschäftsmann "erhielt Valcke drei Zahlungen im Gesamtwert von 1,25 Millionen Euro an seine Firma Sportunited GmbH".

Weiter heisst es in dem BA-Schreiben: "Der Anklagevorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung ergibt sich aus dem Umstand, dass Valcke die vorgenannten Vorteile der FIFA nicht gemeldet hatte und sich so im Rahmen seiner Tätigkeit als deren Generalsekretär pflichtwidrig verhalten und sich unrechtmässig bereichert hat." (kms)  © 1&1 Mail & Media / SN

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