Das kleine Dorf Brienz im Kanton Graubünden rutscht so schnell in Richtung Tal wie kein anderes. Zudem droht ein Bergsturz, der noch gewaltiger als der von Bondo im Jahr 2017 ausfallen könnte. Die Einheimischen bleiben trotzdem gelassen.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Der kleine Ort Brienz mit seinen 80 Einwohnern rutscht etwa einen Meter pro Jahr talwärts. Am Hang oberhalb des Dorfes droht ausserdem ein enormer Bergsturz: 22 Millionen Kubikmeter Gestein sind in Bewegung.

Das sei siebenmal so viel wie beim Bergsturz 2017 in Bondo, berichtet "Blick.ch".

"Das ist unser Zuhause"

Die Einwohner lassen sich jedoch nicht einschüchtern. "Ich kenne keinen im Dorf, der Angst hat", sagt ein Einheimischer laut "Blick.ch" . Die Behörden empfehlen einen gepackten Koffer für den Notfall bereitzuhalten.

Einige ignorieren diesen Rat jedoch: Sie wollen Brienz nicht verlassen. "Das ist unser Zuhause, wir fühlen uns wohl hier."

Vor zwei Jahren wurde der Ort zur roten Zone erklärt. Neubauten oder Hauserweiterungen sind seither nicht mehr erlaubt. Dadurch sind auch die Immobilienpreise gesunken.

"Wie auf einem Surfbrett mit Rissen"

Die Kantonsstrasse am Dorfeingang darf nicht mehr betreten werden. Häuser und Wege von Brienz weisen grosse Risse auf.

Der absturzgefährdete Hang wird von Geologen täglich kontrolliert. Das Abrutschen von Brienz wird zudem mit Tiefenbohrungen erkundet.

"Brienz rutscht wie auf einem Surfbrett mit Rissen. Das Wasser ist der treibende Faktor", sagt Andri Largiadèr vom Bündner Amt für Wald und Naturgefahren.

Das Abrutschen liesse sich eventuell verlangsamen, wenn man Wasser entziehen könnte. "Wir setzen alles daran, das Dorf zu retten!", verspricht der Experte. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN

Per Hubschrauber: Küstenwache rettet Hund vor dem Erfrieren

Bei einem Trainingsflug im Hubschrauber hat die schottische Küstenwache einen Hund in den verschneiten Cairngorms-Bergen entdeckt. Die Helfer liessen den Vierbeiner nicht im Stich.