Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus – auch in der Schweiz. Migros und Co. berichten derweil von Hamsterkäufen in ihren Filialen. Die Folge? Leere Regale in den Supermärkten.

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Am Morgen wurde in der Schweiz ein zweiter Fall einer Covid-19-Erkrankung festgestellt. Aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus tätigen viele Schweizer nun Hamsterkäufe in den Geschäften. Werden dadurch die Lebensmittel knapp?

Erhöhte Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs

Immer mehr Supermärkte verzeichnen leere Regale im Konservenbereich, wie der "Tagesanzeiger" laut "bluewin.ch" berichtet. "Aktuellste Zahlen zeigen eine erhöhte Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs, sowohl bei Le Shop als auch in den Supermärkten", erklärte Migros-Sprecher Marcel Schlatter.

Dabei seien besonders Konserven, Eier, Käse und Babynahrung gefragt. Regula Rutz, Leiterin Kantone und Kommunikation beim Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung, sagte, es sei anzuraten, sich einen Notvorrat anzulegen.

Derzeit keine Lebensmittelknappheit

Gleichzeitig gab sie Entwarnung: Von einer Nahrungsmittelknappheit könne man derzeit nicht sprechen. Es gebe noch genug lebenswichtige Nahrungs- und Futtermittel.

Die Ausmasse der Hamsterkäufe hätten sich bei den grossen Supermarktketten trotzdem schon bemerkbar gemacht: "Der Detailhandel kennt zwar saisonale Spitzen oder anlassbezogene Nachfragemuster bei gewissen Produkten, aber die besondere Situation jetzt war schwierig planbar", erläuterte Handelsexperte Nordal Cavadini gegenüber dem "Tagesanzeiger".

Migros habe bereits einen Krisenstab eingesetzt, um auf eventuelle Engpässe reagieren zu können. Wie Marcel Schlatter erklärte, soll dadurch die Grundversorgung gewährleistet werden.

Onlinehandel: "Wir werden regelrecht überrannt"

Doch nicht nur im stationären Einzelhandel, auch im Onlinehandel steigt die Nachfrage, wie "blick.ch" berichtet. Auf ein Notvorrat-Paket des Anbieters "Sichersatt.ch" müssten Kunden derzeit bis zu vier Wochen warten. "Momentan haben wir 20-mal mehr Anfragen als sonst. So viele Bestellungen auf einmal hatten wir noch nie. Wir werden regelrecht überrannt", erzählte Geschäftsführer Reto Schätti.

Der derzeitige Verkaufsschlager sei ein Paket mit dem Namen "Notvorrat Classic", das 320 Franken koste. Davon kann sich eine Person einen Monat lang ernähren. Enthalten sind elf Dosen und Nahrungsriegel mit Kichererbsen, Risotto-Reis, Stocki, Gemüsebouillon und Volleipulver. Ein Menüplan mit Rezepten erleichtert die Zubereitung. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN

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