Tennisprofi Roger Federer hat ein Seegrundstück in Kempraten im Kanton St. Gallen erworben. Kürzlich starteten dort die Bauarbeiten. Laut eines Historikers könnten dabei alte Römer-Schätze entdeckt werden.

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Tennis-Ass Roger Federer lässt momentan in Kempraten bauen. Früher einmal haben in der Region Römer gelebt, weshalb dort auch schon einige archäologische Funde gemacht wurden. Ein Historiker meint, ein kostbarer Fund auf Federers Grundstück wäre keine Überraschung.

"Der Legende nach könnte auf dem Federer-Grundstück gar ein Römerschatz liegen", sagt Historiker Basil Vollenweider gegenüber "blick.ch". Bei Recherchen sei er auf eine Geschichte gestossen, die den Schluss erlaubt. Im ersten Jahrhundert hatten sich in dem Gebiet der Schweiz die Römer angesiedelt.

Legende erzählt von einem Goldschatz

Laut der Legende hat ein Fassmacher 1689 im Gebiet, in dem nun Federer baut, bei einem Aushub einen Topf mit Silber- und Goldmünzen entdeckt, die von den Köpfen von Valerianus und Claudius geziert wurden. Da neben dem Schatz allerdings ein Skelett lag, schüttete der Fassmacher die Fundstätte zu, um nicht als Grabräuber zu gelten.

Erst als er im Sterben lag, erzählte er von seiner Entdeckung – konnte sich aber nicht mehr an den genauen Fundort erinnern. "Der Legende nach liegt der Schatz immer noch in der Bucht. Der Wahrheitsgehalt ist, wie üblich bei Legenden, mit Vorsicht zu geniessen", erklärt der Historiker weiter.

Federer baut Anwesen für mehr als 20 Millionen Franken

In der Bucht in Krempraten in Rapperswil-Jona hat der 38-jährige Tennisprofi ein riesiges Grundstück von 18.000 Quadratmetern erworben, das direkt am Zürichsee liegt. Für 20 Millionen Franken soll nun bis 2021 hinter schwarzen Sichtschutzwänden ein Anwesen entstehen, berichtet "suedostschweiz.ch".

Insgesamt muss Federer aber eine grössere Summe auf den Tisch legen, denn der Boden, der mit Bauabfällen belastet war, musste dekontaminiert werden und auch der Zugang zum See soll verschönert werden. Die Gesamtkosten könnten sich also auf 40 bis 50 Millionen Franken belaufen. (sob)  © 1&1 Mail & Media / SN

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