Immer mehr Fälle einer zumeist tödlich verlaufenden Kaninchen-Seuche machen im Kanton Graubünden die Runde. So kann man seine Tiere gegen das heimtückische Virus schützen.

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Eine heimtückische Seuche unter Kaninchen grassiert derzeit im Puschlav-Tal im Kanton Graubünden.

Wie die Webseite "20min.ch" meldet, wurden dort in den letzten Tagen vermehrt Fälle der viralen hämorrhagischen Krankheit, kurz VHK, bei Hauskaninchen gemeldet.

Mehrere Tiere aus verschiedenen Haltungen seien betroffen. Man versuche derzeit die Seuche mithilfe von Impfungen einzudämmen.

So verläuft die tödliche Krankheit

Meist verläuft die VHK bei Kaninchen tödlich. Zunächst zeigen sich erste Symptome wie Fieber, Atemnot, Zittern und Koordinationsstörungen.

Kurz vor dem Tod treten charakteristische Krämpfe und Blutungen aus der Nase auf. Oftmals wird VHK mit der Hasenpest verwechselt.

Übertragen wird das Virus durch den Kontakt mit Kot, Speichel, Harn oder anderen Körperflüssigkeiten. Bislang konnte das Virus nur an bereits verendeten Tieren festgestellt werden.

Was müssen betroffene Halter tun?

Betroffene Halter werden aufgefordert, ihre erkrankten oder möglicherweise bereits verstorbenen Tiere umgehend zu einem Tierarzt zu bringen. Eine gründliche Reinigung und Desinfektion sei nach einem Seuchenfall ausserdem unerlässlich.

Kann man seine Tiere schützen?

Es existiert ein erprobter Impfstoff gegen die VHK, der in der Schweiz zugelassen ist. Oftmals wird dieser als Notfallmassnahme in bereits betroffenen und verseuchten Gebieten eingesetzt. Derzeit herrscht in Graubünden sogar eine Impfpflicht für Ausstellungskaninchen, die ansonsten lediglich empfohlen wird.

Bereits Anfang Juni wurden vereinzelte Fälle in der Gemeinde Schuls GR festgestellt, weswegen Tierärzte, Zuchtverbände und Halter zu erhöhter Vorsicht aufgerufen wurden. Vor rund vier Wochen beruhigte sich die Lage jedoch vorübergehend wieder. (dr)  © 1&1 Mail & Media / SN

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