30 Rinder sind im Kanton Obwalden in einen Graben geraten. Ein Helikopter musste die Tiere in einer mehr als fünf Stunden dauernden Bergungsaktion befreien.

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Am vergangenen Mittwoch sind 30 Rinder im Kanton Obwalden in einen Graben geraten, wie "20min.ch" berichtet. Im Gebiet des kleinen Schlierentals konnten sich die Tiere nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Ein Helikopter-Unternehmen wurde eingesetzt, um die Tiere zu retten.

Fünfstündige Bergungsaktion

"Die ganze Bergungsaktion dauerte über fünf Stunden, bis alle Tiere sicher geborgen waren", so Guido Baumann, Pilot des Helikopters. Mit speziellen Tierbergungsnetzen wurden die Rinder gerettet.

An einer 50 Meter langen Leine waren die Netze am Helikopter befestigt. So konnten die Rinder aus dem engen Graben auf die Weide Längenschwand geflogen werden. Zuvor mussten die meisten Rinder jedoch mit Betäubungsmitteln ruhiggestellt werden.

Gefährliche Rettung

"Auch unter Betäubungsmitteln wehrten sich einige Rinder vehement", erzählt Baumann. Das sei besonders für die Beteiligten gefährlich gewesen. Die bis zu 500 Kilogramm schweren Rinder hätten ausschlagen oder Helfer umrennen können.

Eine so grosse Rettungsaktion habe Baumann "noch nie erlebt". Zu der Situation sei es gekommen, weil ein Rind sich auf den Weg zur Schlucht gemacht habe und die Herde ihm gefolgt sei. (tae)  © 1&1 Mail & Media / SN