Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat Unregelmässigkeiten bei der Verwendung von Subventionen festgestellt. So haben die BLS und auch die SBB zu hohe Beträge von Bund und Kantonen erhalten. Beide Unternehmen werden nun zur Kasse gebeten.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Zusammen müssen BLS und SBB rund 50 Millionen Franken zurückzahlen. Das ergaben Abklärungen von Bund und Kanton.

BLS muss 43,6 Millionen zurückzahlen

Wie "bluewin.ch" berichtet, hat die BLS knapp 44 Millionen Franken zu viel an Subventionen eingenommen. Die fliessen nun zurück in die Staatskasse. Der Grund für den Fehlbetrag: Offenbar hat das zweitgrösste Schweizer Bahnunternehmen von 2011 bis 2018 Halbtax-Abos verkauft, deren Einnahmen nicht in den Aufstellungen für den Bund auftauchen. So wurde der BLS zu hohe Vergütungen zugesprochen.

"Systematische Fehler" bei SBB

Ähnlich sieht es auch bei den SBB aus. Zwar handelt es sich hierbei um einen kleineren Betrag (7,4 Millionen Franken), doch die SBB machten laut BAV bei der Verteilung der Einnahmen des Tarifverbundes Z-Pass "systematische Fehler", wie es auf "bluewin.ch" weiter heisst.

Dabei seien die Einnahmen für die Jahre 2012 bis 2019 "nicht korrekt zwischen dem eigenwirtschaftlichen Fernverkehr und dem subventionierten regionalen Personenverkehr" aufgeteilt worden.

Noch mehr "Unstimmigkeiten"

Auch an dritter Stelle kam es laut BAV zu Unstimmigkeiten. So bestünden Anzeichen, dass in den letzten Jahren beim Bau von Anschlussgleisen Transportmengen in einer BAV-Datenbank nicht korrekt registriert und Rückforderungen nicht wie vorgesehen abgeklärt wurden. Die Bundesanwaltschaft untersucht den Fall nun. (kms)  © 1&1 Mail & Media / SN

Auch ohne Reservierung: Wie man garantiert einen Sitzplatz im Zug bekommt

Wer mit der Bahn fährt, der will es bequem haben. Dazu gehört natürlich ein Sitzplatz. Aber oftmals sind die freien Plätze rar. Wir haben einige hilfreiche Tipps, wie man sich einen Sitzplatz ergattert. © ProSiebenSat.1