Die Asiatische Riesenhornisse zieht in der Schweiz weiter ihre Kreise. Jüngst entdeckte ein Imker das grosse Insekt im Tessin. Damit wurde die Hornisse nun schon zum dritten Mal gesichtet.

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"Sie ist eine erbarmungslose Jägerin", beschreibt Davide Conconi, Präsident des Tessiner Imker-Verbandes, die Asiatische Riesenhornisse, die jüngst auch im Tessin angekommen ist. Wie das Nachrichtenportal "blick.ch" berichtet, hat ein Bienenzüchter aus dem Bleniotal das exotische Insekt an einem Stock entdeckt und umgehend das kantonale Baudepartement alarmiert.

Da man innerhalb des Bleniotals kein weiteres Mal auf die seltene Hornisse gestossen ist, geht man davon aus, dass ein Tourist das Insekt im Kanton eingeschleppt hat. Sobald jemand die Riesenhornisse entdeckt, soll man den Fund unverzüglich dem Amt melden.

Es ist inzwischen das dritte Mal, dass eine Asiatische Riesenhornisse in der Schweiz gesichtet wurde. 2017 wurde sie erstmals im Kanton Jura entdeckt, im Sommer 2020 ein weiteres Mal in Genf.

Wie jagt die Vespa velutina?

Die Riesenhornisse, auch Vespa velutina genannt, gilt als sehr gefährlich und ist in der Lage, ganze Bienenvölker zu vernichten. Da sie vor den Waben auf ihre Opfer lauert, wagen sich die deutlich kleineren Bienen nicht mehr aus ihrem Nest. Die Nektarproduktion bleibt so auf der Strecke und die kleinen Flieger sterben. Die Riesenhornisse kann bis zu 5,5 Zentimeter gross werden.

Die Riesenhornisse stammt aus Südostasien, gelangte jedoch durch eine Frachtladung in den europäischen Raum. Inzwischen verbreitet sie sich auf Mallorca, in Italien, Frankreich, Portugal, Belgien, im deutschen Schwarzwald und in der Schweiz.

Ein Stich ist für Menschen nicht gefährlich, aber schmerzhaft. Bei Allergikern kann es jedoch zu einer heftigen Reaktion kommen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news