Skifahrer stehen dieses Jahr vor einer schweren Wahl: Erstmals seit rund 20 Jahren bieten die beiden Gebiete der Skidestination Toggenburg kein gemeinsames Ticket mehr an.

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Über Jahre schwelt in der Skidestination Toggenburg nun schon ein erbitterter Streit zwischen den beiden Bergbahn-Betreibern Wildhaus AG (BBW) und Toggenburg Bergbahnen AG (TBB). Dieser scheint jetzt eskaliert zu sein, was für den kommenden Winter immense Folgen für die Touristen und die örtliche Industrie haben dürfte.

Wie die Seite "Blick.ch" vermeldet, werden die Skigebiete in der Gemeinde Wildhaus - Alt St. Johann SG erstmals seit rund zwei Jahrzehnten kein gemeinsames Ticket mehr anbieten. Auch die Verbindungspisten der beiden Teilgebiete bleiben bis auf Weiteres gesperrt - Touristen werden sich also zwangsläufig für eines der beiden Angebote entscheiden müssen.

Skiverleiher und Hoteliers schlagen Alarm

Viele, die vom Tourismus im Toggenburg leben, sind in Sorge. So vermeldet Damian Pfister, Leiter der Reka-Ferien, dem Bericht zufolge bereits jetzt die ersten negativen Folgen.

"Wegen des Bergbahnstreits verzeichnen wir im Reka-Feriendorf Wildhaus schon jetzt einen Buchungsrückgang von zehn Prozent", so Pfister. Manch ein Hotelbetreiber versucht derweil bereits, mit starken Rabatten die Gäste weiterhin zu sich zu locken.

Jahrelange Vorgeschichte

Einer der Gründe für den erbitterten Konflikt ist laut "Blick.ch" der Umstand, dass sich die Wildhauser Bergbahnen zunächst unzufrieden mit ihrem Anteil der Erlöse des gemeinsamen Tickets zeigten.

Die Toggenburger Bergbahnen würden dagegen die Rückkehr eines gemeinsamen Tickets mit unverfrorenen Forderungen verknüpfen, echauffiert sich Jakob Rhyner, Verwaltungsratspräsident der Wildhauser Bergbahnen. (stk)


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