Ju-Air darf keine Passagiere mehr transportieren. Das hat das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) entschieden. Die Oldtimer-Maschinen des Vereins müssen vorerst ganz am Boden bleiben.

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Der Dübendorfer Verein Ju-Air darf mit seinen beiden Oldtimer-Flugzeugen zukünftig keine kommerziellen Flüge mehr anbieten. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) genehmigt der Vereinigung "unter technischen und betrieblichen Auflagen" nur noch Flüge für seine Mitglieder zum privatem Zweck, wie es am Dienstag mitteilte.

Ein kommerzieller Weiterbetrieb erfülle die heutigen Sicherheitsanforderungen nicht mehr. 1985 erteilte das Bazl dem 1982 gegründeten Verein die Betriebsbewilligung von drei aus den Schweizer Militärbeständen stammenden Oldtimern des Typs Junkers Ju-52.

Absturz im Sommer 2018

Der aktuelle Entschluss entstammt einerseits aus einer Untersuchung zum Absturz einer Ju-Air-Maschine im Sommer 2018 nahe des Piz Segnas. Alle 20 Insassen kamen dabei ums Leben. Andererseits werde sich die europäische Gesetzgebung für Oldtimer ab Mitte 2019 ändern und einen kommerziellen Betrieb nicht mehr zulassen, so das Bazl.

Vereinsmitglieder, die weiter mit den Flugzeugen transportiert werden können, müssen mindestens seit 30 Tagen Teil des Vereins sein und über die erhöhten Risiken des Flugs aufgeklärt werden.

Da die Ju-Air noch nicht alle geforderten technischen Massnahmen erfüllt hat, bleiben die Oldtimerflugzeuge weiterhin am Boden, so das Bazl. Derweil seien auch keine Aussagen über den Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Flugbetriebes durch die Ju-Air möglich. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN