Der Bund hat die Kampagne gegen die Ausbreitung des Coronavirus verschärft. Die Farbe der Informationskampagne des Bundesamts für Gesundheit wurde von gelb auf rot gesetzt. Zudem gelten drei neue Hygieneregeln.

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In der Schweiz sind derzeit 24 bestätigte Fälle einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus bekannt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat nun seine Aufklärungskampagne verschärft und zu drei neuen Hygienemassnahmen geraten: Händeschütteln soll vermieden werden, benutzte Papiertaschentücher sollen in geschlossene Abfallbehälter geworfen und Notfallstationen oder Arztpraxen nur nach telefonischer Anmeldung aufgesucht werden.

Kampagne von gelb auf rot gesetzt

Diese Massnahmen gelten zusätzlich zu den bereits geltenden Regeln: Gründlich Händewaschen, in Taschentuch oder Armbeuge husten und niesen und bei Fieber und Husten zu Hause bleiben.

Das BAG hat zudem die Farbe seiner Informationskampagne "So schützen wir uns" von gelb auf rot geändert. Wenn die Menschen diese Massnahmen befolgen würden, könnten sie sich selbst und andere "möglichst vor einer Ansteckung mit dem neuen Coronavirus schützen", teilt das BAG mit.

Grossveranstaltungen verboten

Der Bundesrat stuft die Situation in der Schweiz als "besondere Lage" ein und verbietet Grossveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen. "Dieses Verbot gilt mindestens bis zum 15. März 2020. Über Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmenden entscheiden die kantonalen Behörden", heisst es in der Mitteilung des BAG. Laut "blick.ch" haben die Profiligen im Eishockey und Fussball am Montagvormittag Krisensitzungen einberufen.

Meldungen zu Erkrankungen in der Schweiz liegen laut BAG aus folgenden Kantonen vor: Aargau, Baselland, Basel-Stadt, Bern, Freiburg, Genf, Graubünden, Tessin, Waadt, Wallis und Zürich. Alle Erkrankten seien isoliert. Die Gesundheitsbehörden würden enge Kontaktpersonen benachrichtigen. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN

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