Die Kantonspolizei Zürich hat im Kampf gegen Autoraser auf Facebook angekündigt, konsequent gegen unangepasstes Verhalten im Strassenverkehr vorzugehen. Damit reagiert sie auf eine Unfallserie, an der PS-starke Autos beteiligt waren.

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Mitte Oktober verunfallte ein 33-Jähriger in einer Corvette bei Zuzwil SG, kurze Zeit später verlor ein 19-Jähriger die Kontrolle über einen Audi R8 bei Lenzberg AG.

Es sind nur zwei Unfälle einer ganzen Serie, die in den letzten Wochen für Aufregung sorgten.

Seit einiger Zeit häuften sich Ereignisse mit PS-starken und getunten Autos, erklärt die Kantonspolizei Zürich in einem Facebook-Post. "Vermehrt haben Junglenker für Schlagzeilen gesorgt, weil sie ihre schnellen Fahrzeuge nicht unter Kontrolle hatten." Die Kapo Zürich kündigt Konsequenzen an.

113 Fahrzeuge stillgelegt

Die Polizei werde lärmverursachendes oder unangepasstes Verhalten im Verkehr konsequent ahnden.

"Bei lärmsteigernden Modifikationen werden die Fahrzeuge stillgelegt. In diesem Fall wird das Kontrollschild am Fahrzeug eingezogen sowie der Fahrzeugausweis abgenommen. Lärmsteigernde Abänderungen können zudem einen Anreiz für risikoreiches Fahren sein", so die Kapo in ihrem Post.

2019 habe man bisher bereits 113 Fahrzeuge durch die Kantonspolizei Zürich stillgelegt, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem letztjährigen Wert von 70 Fahrzeugen sei.

"Super Einsatz"

Unter dem Posting sammelten sich in kurzer Zeit über 300 Kommentare. Die Offensive der Polizei stösst überwiegend auf positive Reaktionen.

"Super, wurde echt langsam Zeit, danke!", "Super Einsatz, Lärm macht krank" oder "Herzlichen Dank für Euren unermüdlichen Einsatz!" heisst es dort unter anderem.

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