Ein Erdrutsch hat am Montag die Kantonsstrasse zwischen Scuol und Susch in Graubünden unpassierbar gemacht. Verletzt wurde dabei niemand. Augenzeugen berichten von grossen Gesteinsmassen, die auf die Strasse polterten.

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Am Montag sind im Unterengadin grosse Feldbrocken auf die Kantonsstrasse zwischen Scuol und Susch gestürzt und haben sich den Weg ins Tal gebahnt. Die Strasse wurde daraufhin gesperrt, zu Schaden kam niemand. Der massive Erdrutsch hat bei den anwesenden Verkehrsteilnehmern jedoch für Aufregung gesorgt.

"Da kamen immer noch Steine"

Der Steinschlag habe sich kurz nach 12 Uhr ereignet, wie eine Autofahrerin "20 Minuten" berichtete. Sie selbst sei um etwa 13.30 Uhr an der Stelle eingetroffen. "Da kamen immer noch Steine runter. So etwas habe ich noch nie gesehen", erklärte die Augenzeugin, die den Steinschlag in einem Video festgehalten hat, das "20 Minuten" vorliegt.

Die Strasse sei sehr eng, was wegen des Ferienverkehrs zu teils chaotischen Zuständen geführt habe, so die Fahrerin. Viele Autos mussten umständlich wenden und zurückfahren. Durch Schneefall sei die Fahrbahn auch in Teilen sehr rutschig gewesen.

Dauer der Sperre noch unklar

Das auf die Strasse gefallene Material umfasse etwa 500 Kubikmeter, erklärte der Chef des zuständigen Bezirkstiefbauamtes, Jachen Kienz "Blick.ch". Die Kantonsstrasse wurde nun gesperrt, eine Umleitung über die Ortschaft Ftan ist eingerichtet. Befahren werden darf sie allerdings nur mit Fahrzeugen bis zu einem Gewicht von 3,5 Tonnen. Der Schwerverkehr wird deshalb über den Ofenpass umgeleitet. Wie lang die Sperre anhält, ist noch unklar. (jom)  © 1&1 Mail & Media / SN

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