Auch am diesjährigen Silvesterabend wird das neue Jahr wieder vielerorts mit reichlich Feuerwerk begrüsst. In der Schweiz nehmen viele Städte die daraus entstehende Umweltbelastung ernst und setzen sich für Klimaneutralität ein.

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Das traditionelle Feuerwerk an Silvester verursacht nicht nur Lärm, sondern hinterlässt auch jede Menge Feinstaub und Müll. Die Kritik an der Neujahrstradition wird in vielen Teilen Europas immer lauter. Einige Schweizer Städte haben nun darauf reagiert und bieten unter anderem klimaneutrale Alternativen.

"Klimafreundliches Fest" in Zürich

Der Zürcher Silvesterzauber soll in diesem Jahr ein "möglichst nachhaltiges und klimafreundliches Fest" werden, wie es auf der Website der Veranstaltung heisst. Dabei werden die CO2-Emissionen von der gemeinnützigen Stiftung "myclimate" berechnet und analysiert.

Der komplette Kompensationsbeitrag fliesst demnach in ein Projekt, das den Lebensraum von Berggorillas schützt. Des Weiteren wird Wert auf Recycling und nachhaltiges Einweggeschirr gelegt. Besucher werden gebeten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Auf dem Festgelände dürfen ausserdem keine selbst mitgebrachten Feuerwerkskörper gezündet werden, wie es in einer Mitteilung der Stadtpolizei Zürich heisst. Während des Silvesterzaubers werden demnach Kontrollen durchgeführt. Inmitten der Menschenmassen Böller oder Raketen abzufeuern sei "sehr gefährlich und darum verboten".

Auch in St. Gallen auf dem Klosterplatz sei es nicht gestattet, Feuerwerk oder Knallkörper zu zünden, lautet es in einer Medienmitteilung des Kantons.

Alternativen zum Feuerwerk

Um die Feinstaubbelastung zu reduzieren, wird das Feuerwerk über dem Rhein in Basel statt 21 Minuten in diesem Jahr nur 16 Minuten dauern.

St. Moritz verzichtet gleich ganz auf das Feuerwerk: Im Engadiner Nobelort wird die Tradition durch eine zehnminütige Drohnenshow ersetzt. Diese Alternative ist allerdings um ein Vielfaches teurer als das Zünden von Feuerwerk, wie "srf.ch" berichtet. Auch Lasershows könnten ein Feuerwerk zukünftig ersetzen.

So wird das Wetter an Silvester

Die Wetterprognosen stehen gut: Wer an Silvester trotz der Kritik das Feuerwerk geniessen möchte, hat voraussichtlich "freie Sicht", wie Michael Krucker von Meteonews gegenüber "20min.ch" erklärt.

Die Nebeldecke im Flachland werde sich auflösen. Selbst in der Zentralschweiz werde sich der Nebel "mit etwas Glück" verflüchtigen. (tae)  © spot on news

Das Silvester-Feuerwerk ist trotz Tradition umstritten

An Silvester Feuerwerke abzubrennen, gehört für viele zur Tradition. Doch mehr und mehr wird die Böllerei wegen des Krachs, der Preise und der Umwelt auch kritisch beäugt. Das ergibt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov