Insgesamt sechs Menschen sind in diesem Jahr bisher am Matterhorn gestorben. Jetzt fordern Bergführer drastische Massnahmen zum Schutz der Alpinisten.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Der Klimawandel macht auch vor den Schweizer Alpen keinen Halt. Weil der Permafrostboden taut und deswegen Steinschläge entstehen, fordern Bergsteiger nun, dass das Matterhorn gesperrt wird.

Vergangenen Mittwoch (31.7.) starben zwei Menschen am Matterhorn, als sich Felsen lösten und die Alpinisten in die Tiefe rissen. Mit ihnen sind in diesem Jahr bereits sechs Bergsteiger an dem Viertausender ums Leben gekommen. Rudolf Keusen, Geologe und Experte für Naturgefahren beim Schweizer Alpen-Club (SAC), sieht die Gefahr in der steigenden Hitze.

Matterhorn: So warm wie seit 1864 nicht mehr

Diese sei "mit hoher Wahrscheinlichkeit" mitverantwortlich für das poröse Gestein und die instabilen Felsen. "Der Permafrostboden taut in immer höheren Lagen", wird Kreusen von "20 Minuten" zitiert. Das kann auch durch Daten belegt werden. So haben Wissenschaftler des Permafrost-Messnetzes Permos an 15 Orten in der Schweiz Veränderungen beobachtet.

Zwischen 2014 und 2018 wurden dort die bisher höchsten Lufttemperaturen seit 1864 gemessen. Ein Touristen-Hotspot wie das Matterhorn, werde als deshalb immer gefährlicher. (kms)  © 1&1 Mail & Media / SN