Eine Kuhherde hat im Waadtländer Jura eine Frau angegriffen und niedergetrampelt. Die Schweizerin war mit ihrem Hund unterwegs und wurde schwer verletzt.

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Eine grasende Kuhherde ist für Spaziergänger stets ein idyllischer Anblick. Doch die friedlich dreinblickenden Tiere sind kein Streichelzoo, wie eine 52-jährige Schweizerin nun am eigenen Leib erfahren musste. Die Frau war gerade mit ihrem Hund in der Gegend um Sainte-Croix VD spazieren. Ihr Hund trottete ohne Leine neben ihr her, als er plötzlich in eine Kuhweide lief, wo sich rund 30 Kühe und ein Dutzend Kälber befanden.

Von Kühen überrannt

Wie unter anderem "Bauernzeitung.ch" mitteilt, wollte die 52-Jährige ihren Vierbeiner zurück auf den Weg holen - doch da war es bereits zu spät: Vom Hund aufgeschreckt, griffen die Kühe die Frau an und trampelten sie nieder. Die Schweizerin wurde mit schweren Verletzungen von einem Helikopter der Rega ins Universitätsspital in Lausanne transportiert. Sie soll nicht in Lebensgefahr schweben.

Immer wieder Unfälle mit Kuhherden

Gerade während der Sommermonate kommt es immer wieder zu solchen Zwischenfällen. Erst im Juli wurde auf der Bannalp NW ein Hund von einer Kuhherde tödlich verletzt, Ende August wurden ebenfalls auf der Bannalp zwei Wanderer von einer Herde attackiert und verletzt.

Laut Experten gibt es drei wichtige Massnahmen, die man befolgen muss, um sich vor Angriffen durch Mutterkühe zu schützen. Das Wichtigste sei, dass man den Tieren genügend Distanz lasse. Ausserdem solle man unter keinen Umständen die Kälber berühren. Hundehalter werden dazu aufgefordert, ihre Haustiere immer an der Leine führen, um zu verhindern, dass sie der Herde zu nahe kommen oder Jagd auf die Rinder machen. (jkl)  © 1&1 Mail & Media / SN