• Der mutmassliche Betreiber eines Kunstfälschungs-Netzwerks und bekannte Sammler Giuliano Ruffini hat sich nach Angaben seines Anwalts der italienischen Polizei gestellt.
  • Dem 77-Jährigen wird vorgeworfen, Museen, Auktionshäuser und Einzelpersonen mit dutzenden Fälschungen von alten Meistern betrogen zu haben.
  • Die Festnahme Ruffinis erfolgt nach jahrelangen Bemühungen um eine Auslieferung nach Frankreich.

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Der mutmassliche Betreiber eines Kunstfälschungs-Netzwerks und bekannte Sammler Giuliano Ruffini hat sich nach Angaben seines Anwalts am Freitag der italienischen Polizei gestellt. Demnach ergab sich der in Frankreich gesuchte 77-Jährige im zentralitalienischen Castelnovo ne' Monti den Behörden. Italienische Medien berichteten, der in der Nähe lebende Ruffini sei daraufhin festgenommen worden.

Museen, Auktionshäuser und Privatpersonen wurden mit Fälschungen alter Meister betrogen

Der Kunstsammler soll jahrzehntelang ein ausgeklügeltes Fälschungsnetzwerk betrieben haben. Ihm wird vorgeworfen, Museen, Auktionshäuser und Einzelpersonen mit dutzenden Fälschungen von alten Meistern betrogen zu haben.

Die Festnahme Ruffinis erfolgt nach jahrelangen Bemühungen um eine Auslieferung nach Frankreich. Vor zwei Jahren hatte ein Mailänder Berufungsgericht diese zwar genehmigt, aber für die Zeit eines Verfahrens wegen Steuerhinterziehung in Italien aufgeschoben. Dieses Vorwurfs wurde Ruffini im Mai freigesprochen.

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Ruffini ist in der Kunstwelt wohlbekannt: Seit den 1990er Jahren verkaufte er Dutzende Gemälde von Meistern wie El Greco an einige wohlhabende Käufer und einige der prestigeträchtigsten Museen Europas, wie zum Beispiel den Louvre. Oftmals nutzte er Mittelmänner. (afp/jst)

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