• Bei einer Verkehrskontrolle in Thun hat die Kantonspolizei mehrere Autos sichergestellt.
  • Den Fahrern wird unnötiges Verursachen von Lärm vorgeworfen.
  • An zwei Wägen wurden unerlaubte Änderungen festgestellt.

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Am Samstagabend (3. April) hat die Kantonspolizei Bern bei gezielten Verkehrskontrollen in der Stadt Thun mehrere Autofahrer wegen starken Lärmemissionen angehalten. Acht Personen werden nun wegen unnötigen Verursachens von Lärm angezeigt, zwei Autos wurden sichergestellt, heisst es in einer Medienmitteilung der Kapo Bern.

Die acht Autofahrer hätten unter anderem ihre Motoren aufheulen lassen und ihre Fahrzeuge übermässig beschleunigt, ist weiter zu lesen. Im Rahmen der Kontrolle übergab die Kantonspolizei Bern die Pkw an das Verkehrsprüfzentrum Allmendingen, wo sie von Spezialisten technisch überprüft wurden.

Zwei der acht Fahrzeuge wiesen unerlaubte Abänderungen auf. Die Beamten stellten sie in der Folge sicher. Alle acht Autofahrer werden ausserdem wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz angezeigt.

Nationalrat will Motorenlärm reduzieren

Der Nationalrat will schon seit einiger Zeit schärfere Massnahmen gegen übermässigen Motorenlärm ergreifen und lärmverursachendes Tuning an Autos stärker sanktionieren. Am 10. März nahm der Nationalrat eine entsprechende Motion der Verkehrskommission an, nach der neben höheren Bussen auch Führerausweisentzug und die Beschlagnahme des Fahrzeugs sowie ein generelles Fahrverbot als Strafe in Betracht gezogen werden können.

Um den Verkehrslärm stärker zu überwachen, sollen unter anderem Instrumente wie Lärm-Blitzer, die ähnlich wie Tempo-Blitzer funktionieren, zum Einsatz kommen.

Diese Regeln gelten bereits

In der Schweiz gibt es bereits eine strenge Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge. So werden Luftkissenfahrzeuge, Fahrzeuge mit Propeller- oder Rückstossantrieb oder Fahrzeuge ohne Räder etwa nicht für öffentliche Strassen zugelassen. Auch dürfen Fahrzeuge laut der Verordnung das technisch vermeidbare Mass an Geräuschen nicht überschreiten.

"Unnötige lärmsteigernde Eingriffe am Fahrzeug und an dessen genehmigten Bauteilen sind untersagt", heisst es, "selbst wenn die zulässige Geräuschgrenze eingehalten bleibt". Auch "nicht vorgesehene Tonerzeuger", wie etwa Sirenen und andere gellende Warnvorrichtungen, Phantasiesignale wie Glocken, Klingeln und Tierstimmen sowie Auspuffhörner, sind in der Schweiz verboten.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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