• Am Samstag stiegen die Pegel der meisten Gewässer nicht weiter an.
  • Trotzdem bleibt die allgemeine Hochwasserlage angespannt.
  • Tief "Bernd" zieht nun ab und Hoch "Dana" bringt den Sommer zurück.

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Die Pegel der meisten Gewässer stiegen seit Freitagabend (16. Juli) nicht weiter an, mancherorts sanken sie sogar. An der angespannten Lage änderte das jedoch auch am Samstag (17. Juli) nichts, denn die Gefahr ist noch immer allgegenwärtig - vor allem in Yverdon-les-Bains (VD).

Wie das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) in einem Live-Ticker zur Hochwasserlage mitteilt, ist die grösste Gefahr an vielen Orten in der Schweiz den Behörden zufolge gebannt. Der Neuenburgersee bereitet jedoch auch am Sonntagmorgen (18. Juli) weiter Sorge, denn der Pegelstand des Gewässers stieg binnen 24 Stunden um knapp ein Dutzend Zentimeter, wie Messdaten des Bundes belegen. Er nähert sich damit der höchsten Gefahrenstufe an.

Angespannt bleibt deshalb hauptsächlich die Lage in Yverdon-les-Bains (VD). Nachdem dort bereits Gebiete überflutet worden waren, riefen die örtlichen Behörden die Bewohner am Samstag zu Wachsamkeit auf. Auch das Schwimmbad wurde vorsorglich geschlossen - aus Sicherheits- und Hygienegründen.

Neben dem Pegel des Neuenburgersees stieg auch der des Murtensees bis zum Sonntag weiter an. Entspannt hat sich die Lage laut "Bluewin.ch" zufolge jedoch am Vierwaldstättersee, wo der Pegel am Samstagvormittag bereits zwei Zentimeter unter der Höchstmarke von 434,94 Metern lag, die am Freitag gemessen worden war. Sinkende Pegelstände verzeichneten auch der Sarnersee, der Sarneraa, der Brienzersee sowie der Bielersee.

Hoch "Dana" sorgt für sommerliche Temperaturen - die erste Tropennacht gab es schon

Grund für eine vorsichtige Entwarnung gibt auch die aktuelle Wettervorhersage. In den kommenden Tagen soll es dank Hoch "Dana" wieder sommerlich werden. Die vergangene Nacht war vielerorts bereits äusserst mild, am Sonntag scheint häufig die Sonne.

"Im Tessin war es stellenweise sogar eine Tropennacht", schrieb SRF Meteo am Sonntagmorgen bei Twitter. Dank des Nordföhns sei "die Temperatur in Biasca in der ganzen Nacht über 25 Grad" geblieben. Auch in Locarno, Lugano und Acquarossa sanken die Temperaturen nicht unter die 20-Grad-Marke.

Wetterexperte Luzian Schmassmann: "Die Pegelstände werden zurückgehen - aber nur langsam"

"Das Gute ist nun, dass kein neuer Regen mehr fällt", sagt Wetterexperte Luzian Schmassmann von SRF Meteo im Gespräch mit Viviane Bischoff. "Die Pegelstände werden zurückgehen - aber nur langsam." Grund dafür seien die steigenden Temperaturen, die ihrerseits dafür sorgten, dass "die Nullgrad-Grenze ansteigen wird. Das bedeutet etwas mehr Wasser aus Schnee- und Gletscherschmelze". Ausserdem werde noch einiges an Wasser aus den Alpen abfliessen müssen, erklärt Schmassmann.

Das für die katastrophalen Unwetter verantwortliche Tief "Bernd" sei nun "nach Osteuropa abgewandert", was bedeute, "dass es in den nächsten Tagen in Kroatien und vor allem auch Bosnien stark regnen wird". Zuvor käme es allerdings "in Teilen Österreichs und in Bayern" auch am Sonntag noch zu starken Regenfällen.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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