Ein Mann soll versucht haben, ein 12-jähriges Mädchen in einem Maisfeld bei Wattenwil BE zu missbrauchen. Nun muss er sich vor Gericht verantworten. Die von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafe ist der JSVP zu wenig, sie wirft die Forderung nach der Todesstrafe in den Raum.

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"Ich war nicht mehr Herr meiner Sinne", meinte der Beschuldigte bei der Befragung. Seine Vergangenheit als verurteilter Sexualstraftäter spricht gegen ihn. In einem Tweet fordert die JSVP nun nicht nur eine Gefängnisstrafe, sondern "Lebenslänglich oder Todesstrafe".

Was war passiert?

Der Vorfall ereignete sich laut "20min.ch" im August 2017 in Wattenwil BE. Ein Mann sei oben ohne der 12-Jährigen auf seinem Velo hinterhergefahren. Als er sie erreichte, habe er sie gemäss der Anklageschrift vom Velo gezogen und in ein Maisfeld geschleppt. Dort soll er versucht haben, sich an dem Mädchen zu vergehen. Die Schreie des Kindes hätten eine vorbeifahrende Autofahrerin auf den Plan gerufen, die Schlimmeres verhindert habe.

Tweet löst gemischte Reaktionen aus

Der 59-Jährige, bei dem die Behörden pornographisches Material sichergestellt hatten, muss sich nun vor Gericht verantworten. Die Forderung der Staatsanwaltschaft: 30 Monate Freiheitsstrafe. Zu wenig, wie die JSVP findet.

In einem Tweet der Jungpartei der Schweizerischen Volkspartei heisst es zu dem Fall:

"Mädchen (12) in Maisfeld misshandelt. Forderung der Staatsanwaltschaft in der Schweiz: Max. 2 Jahre Gefängnis.

Forderung des gesunden Menschenverstandes: Lebenslänglich oder Todesstrafe Indien hat die Todesstrafe für Vergewaltiger von Kindern eingeführt."

Darunter sammelt sich eine Flut an Kommentaren. Ein User meint: "Todesstrafe ist der Schweiz nicht würdig, aber Lebenslänglich ohne Aufsicht auf Freilassung muss einfach möglich sein!"

Den Kommentar "Ob 2 Jahre angemessen sind, kann man durchaus diskutieren. Dafür Lebenslänglich oder gar die Todesstrafe zu fordern, dünkt mich hingegen reichlich übertrieben. Versucht ihr die Juso in Sachen Wahnsinn zu überbieten" beantwortet die JSVP mit: "Härtere Strafen für Kindesmisshandler zu fordern und den Diskurs mit provokativen Vergleichen zu fördern, hat sicherlich nichts mit Wahnsinn gemein." Ein Urteil in dem Fall wird für den 24. Dezember erwartet. (kms)  © 1&1 Mail & Media / SN

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